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03.01.2014

14:55 Uhr

US-Bankaktien

Der größte Kursanstieg seit 16 Jahren

Die Aktien von US-Finanzkonzernen stiegen 2013 um durchschnittlich 35 Prozent. Die Notierungen von Wertpapierhäusern und Vermögensverwaltern legten sogar um 49 Prozent zu. Aber es ist fraglich, ob die Rally anhält.

Skyline des Financial Districts in New York: US-Banken sind bei Anlegern wieder beliebt. Reuters

Skyline des Financial Districts in New York: US-Banken sind bei Anlegern wieder beliebt.

New YorkNach langer Krise eilen Bankaktien an der Wallstreet von Rekord zu Rekord. So stieg der KBW Bank Index, der die Entwicklung von 24 Titeln des Segments nachbildet, 2013 um 35 Prozent. Das ist das größte Plus in 16 Jahren. Der Standard & Poor's 500 Capital Markets Index, der Titel von 13 Wertpapierhäuser und Vermögensverwaltern spiegelt, schnellte 2013 sogar um 49 Prozent nach oben. So stark konnte der Index noch nie innerhalb nur eines einzigen Jahres zulegen.

Die Kursrally, die im Oktober 2011 begann, war ein Segen für Händler und Fusionsberater bei Banken, die nach der Finanzkrise ihre Bonuszahlungen neu strukturiert hatten. So wurde etwa bei Morgan Stanley der Anteil verzögerter Aktienzuweisungen erhöht, um Anreize für das Eingehen übergroßer Risiken zu reduzieren.

Kennzahlen à la Buffett, Teil I

Anleihe

Unternehmen mit einem dauerhaften Wettbewerbsvorteil haben nicht viele Anleihen emittiert, weil sie in der Regel nicht viele Schulden haben. Buffett achtet darauf, dass Unternehmen nicht viele Schulden haben.
Quelle: Mary Buffett, David Clark: So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Dieser Posten in der Bilanz sollte möglichst niedrig sein. Denn Unternehmen mit einem dauerhaften Wettbewerbsvorteil haben meist geringe oder gar keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Bruttogewinn

Der Bruttogewinn ist der Erlös aus dem Verkauf von Produkten, d.h. Umsatz minus Umsatzkosten ist gleich Bruttogewinn. Warren Buffett gleicht den Bruttogewinn gegen andere Zahlen ab.

Bruttogewinnspanne

Je höher das Verhältnis aus Gesamtergebnis und Umsatz ist desto besser. Unternehmen mit dauerhaftem Wettbewerbsvorteil haben tendenziell eine hohe Bruttogewinnspanne.

Buchwert

Der Buchwert je Aktie ist ebenfalls eine wichtige Kennzahl bei der Bilanzanalyse. Die einfache Regel à la Buffett: Ein steigender Buchwert ist gut, ein sinkender Buchwert ist schlecht.

Dauerhafter Wettbewerbsvorteil

Der Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern, den das Unternehmen lange aufrechterhalten kann, ist das Geheimnis von Warren Buffetts Erfolg, sind Mary Buffett und David Clark überzeugt.

EBITDA

Unternehmen, die kein Geld verdienen, lieben das EBITDA, also der Gewinn vor Zinsen, Steuer und Abschreibung materieller und immaterieller Vermögensgegenstände). Warren Buffett hält nichts von dieser Kennzahl. Er ist überzeugt, wenn eine Unternehmensleitung vom EBITDA spricht, dann heißt das immer, dass der Konzern über keinen dauerhaften Wettbewerbsvorteil verfügt.

Eigene Anteile

Wenn ein Unternehmen eigene Anteile – Stammaktien des Unternehmens, die vom Unternehmen zurückgekauft worden sind – besitzt, ist das für Buffett ein Indiz, dass es einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil genießen könnte.

Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite, also der Reingewinn eines Unternehmens geteilt durch sein Aktionärskapital, ist eine der Kennzahlen, mit deren Hilfe Buffett feststellt, ob das Unternehmen einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil hat. Auch hier gilt: Je höher, desto besser.

Quelle: Mary Buffett, David Clark: So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen

Doch die Kursgewinne bei den Aktien dürften sich verlangsamen, glauben Beobachter. So gehen von Bloomberg News befragte Analysten davon aus, das diese Aktien in 2014 durchschnittlich um rund 0,2 Prozent nachgeben werden.

Die Gründe: Zum einen befinden sich die Bewertungen in der Nähe oder sogar oberhalb historischer Niveaus. Zum anderen steht die US-Notenbank Federal Reserve davor, eine Politik aufzugeben, mit der Zinssätze künstlich niedrig gehalten wurden. Die Geldpolitik wurde zum Treiber für die Aktienkurse.

Die Fed wird ihre monatlichen Anleihekäufe im Volumen von bislang 85 Milliarden Dollar ab diesen Monat auf dann nur noch 75 Milliarden Dollar senken. Ihren Angaben zufolge schrumpft der Erwerb von Hypotheken-Papieren auf 35 Milliarden Dollar und der von US-Bundesanleihen auf 40 Milliarden Dollar. Der Leitzins wird vorerst weiter nahe null Prozent gehalten.

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