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01.01.2005

07:01 Uhr

US-Konzern Wrigley zählt zu den Favoriten – Schokoladenproduzenten kämpfen mit Problemen

Anleger setzen auf den Bonbon-Markt

VonIngo Reich

Die Süßwarenbranche hat die Hoffnung auf eine positive konjunkturelle Entwicklung in ihren wichtigsten Einzelmärkten für 2005 noch nicht aufgegeben. Branchenexperten glauben fest daran, dass sich die erwartete Stimmungsaufhellung in Westeuropa in einer steigenden Konsumfreude niederschlägt.

DÜSSELDORF. Ihre Leistungsfähigkeit präsentiert die Industrie derzeit auf der Internationalen Süßwarenmesse (ISM) in Köln.

Die interessantesten Perspektiven finden Anleger zurzeit auf dem Zuckerwarenmarkt. Hier gelang dem US-Hersteller Wrigley im vergangenen Jahr ein bemerkenswerter Coup: Der Konzern kündigte die Übernahme des Bonbon-Geschäftes von Kraft Foods für rund 1,5 Mrd. Dollar an. Es handelt sich dabei um die größte Akquisition in der 114-jährigen Geschichte des Unternehmens. Mit den vor allem in den USA populären Marken „Altoids“ und „Life Savers“ soll der Jahresumsatz von Wrigley, der im vergangenen Jahr bei 3,65 Mrd. Dollar lag, um weitere 500 Mill. Dollar gesteigert werden. Für den Kauf des Zuckerwarengeschäftes von der Altria-Tochter Kraft hat sich der bisher schuldenfreie Kaugummiproduzent einen Kreditrahmen von 1,5 Mrd. Dollar verschafft.

Auch in Deutschland hat der US-Konzern sich schon Standbeine außerhalb des Kaugummimarktes verschafft. Dabei konnte er sich jedoch auf die eigene Innovationskraft und auf intensive Markenpflege verlassen. Bereits kurz nach der Markteinführung des neuen Zahnpflege-Bonbons „Wrigley Extra Drops“ im vergangenen Jahr erreichte das neue Produkt Rang neun unter den zehn meistverkauften Bonbonmarken in Deutschland. Mit der Einführung der auf der diesjährigen Internationalen Süßwarenmesse vorgestellten „Airwaves Drops“ ab Juli 2005 will Wrigley auf dem deutschen Bonbon-Markt weiter Gas geben. „In allen Märkten auf denen wir vertreten sind, wollen wir mindestens Rang drei belegen“, erläuterte Wrigleys Nordeuropa-Chef Denis Schrey im Gespräch mit dem Handelsblatt die Strategie des Konzerns.

In Anlegerkreisen löste die Nachricht, dass Wrigley beim Gewinn im vierten Quartal 2004 zulegte, keine Überraschung aus. Insgesamt schätzen die Aktienexperten den weiteren Kursverlauf der Wrigley-Aktien positiv ein. Verkaufsempfehlungen fehlen gänzlich und auch nach der Bekanntgabe des Quartalsgewinns bezeichnet Analyst Robert Moscow von Credit Suisse First Boston (CSFB) die Wrigley-Papier als „outperformer“. Das Kursziel sieht er bei 78 Dollar.

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