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29.09.2011

03:15 Uhr

US-Notenbank

Bernanke hält US-Arbeitslosigkeit für nationale Krise

Die US-Notenbank will die stockende Wirtschaft weiter ankurbeln. Fed-Chef Ben Bernanke beobachtet dafür die Inflationsrate und mahnte auch zu besserer Haushaltsdisziplin. Denn der Arbeitsmarkt steckt weiter in der Krise.

US-Notenbankchef Ben Bernanke dapd

US-Notenbankchef Ben Bernanke

Cleveland/WashingtonUS-Notenbankchef Ben Bernanke hat im Falle einer sinkenden Inflation ein Eingreifen der Federal Reserve mit weiteren unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen nicht ausgeschlossen.

„Wenn die Teuerung oder die Teuerungserwartungen auf einen zu niedrigen Stand sinken, wäre das etwas, auf das wir reagieren müssten, weil wir keine Deflation wollen“, sagte Bernanke am Mittwoch auf einer Veranstaltung der Notenbank von Cleveland. Die Fed beobachte die Situation sehr genau.

Bernanke äußerte sich auf dem Forum das erste Mal, seit die Notenbank in der vergangenen Woche erneut Maßnahmen ergriff, um die lahmende Wirtschaft anzukurbeln. Die Fed nimmt bis Mitte kommenden Jahres 400 Milliarden Dollar in die Hand, um lang laufende Anleihen zu erwerben. Die „Operation Twist“ soll die langfristigen Zinsen senken.

Nach der Rede in Cleveland außerte sich Bernanke auch zu anderen wirtschaftlichen Fragen. Die Lage am Arbeitsmarkt in den USA stufte er als „nationale Krise“ ein. Etwa 45 Prozent der Arbeitslosen seien seit mindestens sechs Monaten ohne Beschäftigung, sagte er. So prekär sei die Lage nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gewesen. Die Kongressabgeordneten müssten mehr im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit tun.

Daneben seien die fehlende Haushaltsdisziplin und der Immobilienmarkt die dringlichsten Probleme des Landes. Industrieländer wie die USA könnten viel von Schwellenländern bezüglich mehr Haushaltsdisziplin lernen.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Schimanski

29.09.2011, 03:13 Uhr

Das ist Enteigung der Buerger auf die perfideste Art und Weise. Zinsen senken und mit Inflation rechnen. Der Normalbuerger verliert jeden Tag Geld, schon wenn er sein Geld nur zu Minimalzinsen auf dem Konto belaesst.Zudem provozieren dei Verbrecher in europa einen Aktiencrash, der sich gewaschen hat. Da bleibt nichts mehr ueber.

thannerimhimmel

29.09.2011, 05:20 Uhr

wenn die kurse steigen,werden die verantwortlichen als gurus und börsenstars überall gefeiert und bei sinkenden aktienkursen als verbrecher bezeichnet.sowat fällt ooch im dunkeln auf

pendler

29.09.2011, 09:33 Uhr

Nein, es sind keine Verbrecher.
Die Politiker und die Banker leben in einer anderen Welt. Für diese ebene ist es vollkommen egal, was wir denken udn auch machen. Sie bekommen ihre Befehle von den Entscheidern, die hinter ihnen stehen und was das Parlament oder gar das Volk will, ist für die Politiker unwichtig.

Es sei denn, die Menschen gehen auf die Straße.
Sollte das passieren, werden die Beruhigungsdrogen im Trinkwasser erhöht und Ruhe ist es wieder.

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