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08.04.2015

23:46 Uhr

US-Notenbank

Fed hält an Plänen für Zinserhöhung fest

Die US-Notenbanker wollen ihre Pläne für einen Zinsschritt nicht ändern. Bei der März-Sitzung stand als Zeitpunkt für die Erhöhung sogar der Juni im Raum – das konkrete Datum hängt aber von der Konjunktursituation ab.

Fed-Chefin Janet Yellen im Gespräch. Bei der März-Sitzung wurde ein Termin für die Zinserhöhung noch nicht festgelegt. AFP

Janet Yellen

Fed-Chefin Janet Yellen im Gespräch. Bei der März-Sitzung wurde ein Termin für die Zinserhöhung noch nicht festgelegt.

WashingtonDie US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat auf ihrer Sitzung im März die Tür für eine Zinsanhebung in diesem Jahr weit offen gehalten. Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Aufzeichnungen der März-Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses hervorgeht, waren mehrere Notenbanker sogar der Auffassung, die Konjunkturdaten unterstützten eine Erhöhung im Juni.

Das konkrete Startdatum für die Zinswende wird aber voraussichtlich stark von der Konjunktursituation bestimmt sein. "Teilnehmer merkten an, dass der Zeitplan für die erste Anhebung von der Entwicklung der Wirtschaftslage und des Ausblicks abhängen wird", hieß es in dem Protokoll. Die US-Notenbank hält den Leitzins bereits seit Ende 2008, als die globale Finanzkrise ihren Höhepunkt hatte, auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent.

Fed-Chefin Janet Yellen bereitet seit einiger Zeit den Boden für die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren vor. Viele Experten rechneten zuletzt damit für den Sommer. Doch ein jüngst überraschend schwach ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht dämpfte diese Erwartungen etwas: Die US-Wirtschaft hatte im März nach Daten des Arbeitsministeriums nur 126.000 Jobs geschaffen. Das waren nur halb so viele wie erwartet und so wenige wie seit über einem Jahr nicht mehr.

Auf ihrer Zinssitzung Mitte März gab es dem Fed-Protokoll zufolge auch vorsichtige Stimmen. So waren einige Teilnehmer der Auffassung, dass die Konjunkturaussichten einen Zinsschritt nicht vor 2016 nahelegen würden. Andere Teilnehmer sprachen sich zwar für die Einleitung der Wende noch im laufenden Jahr aus - allerdings dann erst später. Ihre Gründe: Kurzfristig würden die niedrigen Energiepreise und der Kursanstieg des Dollar noch auf die Inflation drücken. Aber auch diejenigen, denen der Juni als Startdatum zu unsicher erschien, waren dem Protokoll zufolge der Auffassung, die Notenbank könne nun jeweils von Treffen zu Treffen beurteilen, ob eine Zinsanhebung erfolgen solle.

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