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01.08.2012

21:54 Uhr

US-Notenbank

Fed verzichtet auf neue Konjunkturmaßnahmen

Erst einmal passiert nichts. US-Notenbankchef Ben Bernanke zeichnet ein düsteres Bild der US-Wirtschaft in den nächsten zwei Jahren, will aber vorerst nicht mit einer weiteren Konjunkturspritze eingreifen. Vorerst.

Ben Bernanke verzichtet vorerst auf weitere Maßnahmen. Reuters

Ben Bernanke verzichtet vorerst auf weitere Maßnahmen.

WashingtonAngesichts der schwachen Wirtschaft in den USA mehren sich die Signale für neue Konjunkturmaßnahmen der Notenbank. Doch die Federal Reserve (Fed) will warten. Am Mittwoch teilte sie in Washington mit, sie werde mit weiteren geldpolitische Maßnahmen ergreifen, falls dies für eine stärkere wirtschaftliche Erholung nötig sei.

Sie formulierte damit ihre Bereitschaft zum Eingreifen klarer als zuvor. Hintergrund ist die Ansicht des Offenmarktausschusses der Zentralbank, dass die US-Konjunktur im ersten Halbjahr nachgelassen habe. Zudem bestünden weiter „deutliche Abwärtsrisiken“.

Vorerst hielt sich der Ausschuss um Notenbankchef Ben Bernanke jedoch mit konkreten Ankündigungen zurück.

Den Leitzins beließen die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke bei null bis 0,25 Prozent. Zudem signalisierte die Fed erneut, den Schlüsselzins bis tief ins Jahr 2014 hinein auf ultraniedrigem Niveau belassen zu wollen.

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Auch die Konjunkturmaßnahme „Operation Twist“ werde wie zuvor angekündigt bis zum Jahresende fortgesetzt. Dabei werden kurzfristig fällige Anleihen aus ihrem Bestand gegen langlaufende Papiere getauscht. Das soll Zinsen etwa für Unternehmenskredite oder Immobiliendarlehen weiter in den Keller drücken.

Mit der Politik des günstigen Geldes versucht die Fed seit Ende 2008, die US-Konjunktur nach der Wirtschaftskrise zu befeuern. Die Wirtschaftslage bleibt nach Einschätzung der Fed aber schwierig. „Die wirtschaftliche Aktivität hat sich in der ersten Hälfte dieses Jahres abgeschwächt“, erklärte die Notenbank.

Das sind die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt

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Quelle

IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.

Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.

Die Wirtschaftsleistung war im zweiten Quartal mit aufs Jahr hochgerechnet 1,5 Prozent enttäuschend ausgefallen. Auch die weiterhin hohe Arbeitslosenrate von 8,2 Prozent bereitet den Notenbankern nach wie vor Kopfzerbrechen. Die Notenbank schätzt, dass die Arbeitslosenrate bis Ende 2014 auf sieben Prozent oder darüber bleibt.

Zudem schwächelt die Industrie, während sich zumindest am Häusermarkt eine Besserung abzeichnet.

Kommentare (23)

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Account gelöscht!

01.08.2012, 20:46 Uhr

Das hätte ich nicht gedacht. Es geschehen noch dreimonatige Zeichen und Wunder. Denn spätestens zur Weihnachtszeit, wenn die Leute nicht zur Revolte neigen und sich auf ihren Truthahn freuen, wird man QE3 durchfüren.

Account gelöscht!

01.08.2012, 20:48 Uhr

Männo. Blöder Ben. Ben stinkt.

bjarki

01.08.2012, 21:02 Uhr

Bernanke macht wieder fast alles richtig und erwischt meine Freunde, die Daytrader und Nichtskönner reihenweise auf dem falschen Fuss. Ausserdem ist er in wichtiger Mission unterwegs -- Obama muss weg --

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