Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.04.2017

23:45 Uhr

US-Notenbank

Fed will schon 2017 mit Bilanzabbau beginnen

Die Wirtschaft in den USA läuft derzeit rund. Für die Währungshüter der US-Notenbank Grund, den Abbau ihrer billionenschweren Bilanz in Angriff nehmen. Über die Details der Umsetzung besteht allerdings noch Uneinigkeit.

Fed Bilanzabbau in 2017

Börsenexperte: „Das wirkt wie eine zusätzliche Zinserhöhung"

Fed Bilanzabbau in 2017: Börsenexperte: „Das wirkt wie eine zusätzliche Zinserhöhung"

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

WashingtonDie US-Notenbank Fed will noch in diesem Jahr mit dem Abschmelzen ihrer billionenschweren Bilanz beginnen. Bei entsprechend günstiger Konjunktur halten die meisten Währungshüter einen solchen Schritt im „späteren Jahresverlauf“ für angemessen, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Notenbanksitzung von Mitte März hervorgeht.

Bei diesem Treffen hatten sie den Leitzins auf 0,75 bis 1,0 Prozent erhöht. Angesichts der rund laufenden Wirtschaft will die Fed schrittweise nachlegen. Laut der aktuellen Sprachregelung müssen Zinserhöhungen zunächst „voll im Gang sein“, bevor die Notenbank den Abbau des in der Krise ausgeweiteten Wertpapier-Portfolios in Angriff nehmen kann.

Jeffrey Lacker: US-Notenbanker stolpert über Analystengespräch

Jeffrey Lacker

US-Notenbanker stolpert über Analystengespräch

Jeffrey Lacker steht im Visier der Ermittler: Der Chairman der Fed in Richemont sprach vor fünf Jahren mit einem Analysten, der danach streng vertrauliche Informationen besaß. Nun tritt Lacker mit sofortiger Wirkung ab.

Wie eine unlängst veröffentlichte Umfrage des Fed-Ablegers in New York unter Wall Street-Banken ergab, hatten sich die Geldinstitute erst für Mitte 2018 auf ein Eindampfen der Notenbank-Bilanz eingestellt. Die Fed hält ihr Wertpapierportfolio seit längerem auf hohem Niveau konstant, da sie Einnahmen aus auslaufenden Anleihen in den Kauf neuer Papiere steckt. Vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2007/08 lag die Bilanzsumme der Fed bei lediglich 800 Milliarden Dollar. Mit dem massiven Erwerb von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren zur Stützung der Konjunktur wurde sie massiv aufgebläht.

Wie aus den Protokollen hervorgeht, gibt es noch Abstimmungsbedarf, wie der Bilanzabbau im Detail über die Bühne gehen soll. So plädierten einige Führungsmitglieder dafür, die Reinvestitionen sanft auslaufen zu lassen, um damit die Gefahr von Schwankungen an den Märkten zu verringern. Andere befürworten hingegen ein abruptes Ende der Käufe. Einigkeit herrschte unter den Währungshütern, dass der Bilanzabbau „berechenbar“ vollzogen werden sollte. Sie treffen sich Anfang Mai zu ihrer nächsten Sitzung. Eine weitere Zinserhöhung erwarten Investoren jedoch nicht vor Juni.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Alex Lehmann

06.04.2017, 11:33 Uhr

Jetzt werden erstmal die Hosen runtergelassen, wenn Trump die FED prüft. Zeig her dein Gold...*ähm ne sorry dein geliehenes Gold! Geb nen Tip ab: Veruntreut, alles ausgegeben und trotzdem fette Schulden! Bin mal gespannt was die Gläubiger sagen, China hat anscheinend sehr viel im WW2 zu Aufbewahrung hinterlegt...

Bück dich Amerika...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×