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23.05.2013

07:24 Uhr

US-Notenbankchef

Bernanke verwirrt die Märkte

VonNils Rüdel

Wieder einmal hat Fed-Chef Bernanke Stellung zur Geldpolitik genommen. Und wieder einmal warteten alle auf Hinweise, wie lange die US-Zentralbank noch Geld in die Märkte pumpen will. Die Aussagen sind widersprüchlich.

Bernanke vor dem US-Kongress

Fed bleibt bei einer lockeren Geldpolitik

Bernanke vor dem US-Kongress: Fed bleibt bei einer lockeren Geldpolitik

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WashingtonEs ist längst ein Ritual: Sobald wieder einmal ein öffentlicher Auftritt von Ben Bernanke ansteht, halten die Finanzmärkte den Atem an. Wird der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) diesmal etwas verraten? Einen kleinen Hinweis darauf geben, wie lang die Fed ihre lockere Geldpolitik noch fortzuführen gedenkt? Ein Wort Bernankes genügt, und die Aktienrallye ist vorbei.

Der gestrige Mittwoch war wieder einmal so ein Tag. Am Morgen sagte der Notenbanker vor dem Parlament zur Lage der US-Wirtschaft aus. Ein paar Stunden später dann wurden die Protokolle der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses veröffentlicht, jener mächtigen Runde, die die Politik der Fed bestimmt. Anlässe, bei denen selbst kleinste Hinweise große Wirkung haben können.

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Kaum sinkt die Arbeitslosenquote in den USA, steht die Geldpolitik zur Diskussion.

Allein: Am Abend waren alle so schlau wie zuvor. Wie es aussieht, wird die Fed auch weiterhin jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere kaufen, um der Konjunktur zu helfen. Der Leitzins bleibt weiter bei nahe Null, das war schon länger klar.

Im Grunde hätte Bernanke für seine Aussage am Mittwoch auch die Manuskripte seiner vergangenen Auftritte verwenden können: Die Konjunktur und der Arbeitsmarkt verbessern sich, so lautet sein Mantra, aber die Lage ist noch längst nicht stabil. Deshalb müsse die Fed auch weiterhin eingreifen, und zwar so lange, bis die Arbeitslosenquote deutlich gefallen ist.

Kommentare (8)

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stefan-hellmann

23.05.2013, 07:29 Uhr

Crash in Tokio. Nikkei minus 5,5%. Rette sich wer kann!

stefan-hellmann

23.05.2013, 07:37 Uhr

Minus 6,2% ... nach Gold nun die Aktien

shran

23.05.2013, 07:52 Uhr

Vielleicht wendet er ja auch neuerdings den "Greenspan-Unberechenbarkeitsfaktor" an, damit die Liquiditätssüchtigen Zocker sich nicht mehr auf langfristige Aussagen verlassen können und wieder etwas genauer aufpassen wo sie das Geld investieren.

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