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13.12.2016

09:36 Uhr

Verbraucherpreise

Ölpreis bremst Inflation – doch das wird sich ändern

Sprit und Energie werden wieder billiger. Das dämpft die Inflation in Deutschland insgesamt, dennoch steigt die Rate im November auf den höchsten Stand seit zwei Jahren.

Im November verharrte die Jahresteuerung wie im Oktober bei 0,8 Prozent. Das ist zwar der höchste Stand seit etwa zwei Jahren, im längeren Vergleich ist die Inflation aber gering. dpa

Inflation

Im November verharrte die Jahresteuerung wie im Oktober bei 0,8 Prozent. Das ist zwar der höchste Stand seit etwa zwei Jahren, im längeren Vergleich ist die Inflation aber gering.

Wiesbaden Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland ist dank günstigerer Energie vorerst gestoppt. Im November verharrte die Jahresteuerung wie im Oktober bei 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das ist zwar der höchste Stand seit etwa zwei Jahren, im längeren Vergleich jedoch ist die Inflation vergleichsweise gering. Von Oktober auf November 2016 erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Die Wiesbadener Behörde bestätigte ihre vorläufigen Angaben von vor zwei Wochen.

Gedämpft wird die Teuerung weiterhin von der Preisentwicklung bei Energie. Tanken und Heizen war für Verbraucher im November insgesamt 2,7 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Damit verstärkte sich der Rückgang der Energiepreise wieder, im Oktober lagen die Preise für diese Warengruppe nur um 1,4 Prozent unter Vorjahresniveau. Im November verbilligte sich Heizöl binnen Jahresfrist um 6,7 Prozent, Kraftstoffe waren um 2,2 Prozent günstiger. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Teuerungsrate im November bei 1,2 Prozent gelegen.

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Teurer als ein Jahr zuvor waren im November Nahrungsmittel (plus 1,2 Prozent) und Dienstleistungen (plus 1,1 Prozent). Zu letzteren gehören die Mieten, die etwa zwanzig Prozent der Konsumausgaben der privaten Haushalte ausmachen. Das Mietniveau lag um 1,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate (HVPI) für Deutschland lag im November um 0,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im Monatsvergleich stagnierte hier die Entwicklung. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt mittelfristig für den gesamten Euroraum eine Inflation von knapp unter 2,0 Prozent an. Dieses Ziel verfehlen die Währungshüter jedoch seit Jahren - und versuchen daher mit einer ultralockeren Geldpolitik nachzuhelfen. Erst in der vergangenen Woche hatte die EZB beschlossen, ihre milliardenschweren Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren um neun Monate bis Ende 2017 zu verlängern.

Kommentare (8)

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Herr Franz Paul

13.12.2016, 10:43 Uhr

Über so einen Artikel kann man sich bloß wundern.
Bei uns ist der Spritpreis geradezu explodiert. Noch vor wenigen Monaten 99 Cent für den Liter Diesel sind wir jetzt bei 1,28. Das sind fast 30 % mehr. Wo lebt ihr? Ich in Baden-Württemberg.

Account gelöscht!

13.12.2016, 10:57 Uhr

Diese Ölkartell bestimmt die Preise und die Deutschen Medien wissen nichts besseres zu schreiben als, dass es ein Segen für uns Verbraucher ist, wenn die OPEC die Preise nach oben hin manipuliert.
Die OPEC ist ein Kartell...ein Kartell, dass uns Menschen auf der Welt ausbeutet und weiter mit teuren Ölpreisen im Mangel und der Armut versauern lässt. Derweilen gehen die Einnahmen der Scheichs und anderer Oelmulits weiter in die Höhe.
Das OPEC Kartell gehört mit sofortiger Wirkung abgeschafft und die Medien müssten hierbei auf der Seite des Verbraucher und Menschen auch mit dafür sorgen, dass diese OPEC Kartell der Preistreiberei an den Pranger gestellt gehört.
Danke!

Herr Tim Howahl

13.12.2016, 11:03 Uhr

Wie war das noch heute in anderer Schlagzeile auf anderem Portal "Strafregelung für Fake-News". Energie ist günstiger ?? Wie paßt das mit den angezogenen Preisen beim Sprit und den angehobenen Ölpreisen durch die OPEC überein ??

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