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12.03.2012

12:47 Uhr

Verhandlungen

Irland hofft auf weitere Entlastung der Banken

Nach Auskunft des Finanzministers verhandelt Irland mit EU und IWF über eine weitere Entlastung der Banken. Es gehe dabei um eine Umschichtung verlustreicher Hypotheken.

Irland hatte in der Finanzkrise mehrere Banken verstaatlicht. dpa

Irland hatte in der Finanzkrise mehrere Banken verstaatlicht.

DublinIrland verhandelt mit seinen internationalen Kreditgebern EU und IWF über weitere Unterstützung für die angeschlagene Bankenbranche. Es gehe um eine Umschichtung verlustreicher Hypotheken, sagte Finanzminister Michael Noonan am Sonntagabend dem Fernsehsender RTE. Dadurch könnte der Wert der Geldhäuser steigen. Das würde wiederum dem Staat die Möglichkeit geben, seine im Zuge der Bankenrettung übernommenen Anteile an den Instituten zu verkaufen und die Einnahmen zur Schuldentilgung zu nutzen.

Wie dies konkret geschehen könnte oder welche Banken davon Gebrauch machen könnten, sagte Noonan allerdings nicht. Das Euro-Land war im September 2010 unter den Rettungsschirm von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) geflüchtet.

Irland hatte in der Finanzkrise mehrere Banken verstaatlicht. So hält die Regierung die Mehrheit an Allied Irish Banks und der Irish Life and Permanent-Tochter Permanent tsb. Auch an der Bank of Ireland ist der Staat beteiligt. Insgesamt pumpte Irland 63 Milliarden Euro in die Bankenbranche, um diese vor dem völligen Zusammenbruch zu retten.

Von

rtr

Kommentare (4)

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denk.mal

12.03.2012, 13:16 Uhr

Ja, genau. Jetzt schulden alle um. Bietet sich ja auch an.

Das wird eine Party...

Parasitenstaat-Irland

12.03.2012, 15:02 Uhr

Irlands Staatsverschuldung vervierfachte (!) sich wegen des Abwälzens der Banken-Spielschulden auf die Bevölkerung binnen 3-er Jahre.
Ohne diesen räuberischen Akt, bei dem eine übermächtige Finanzindustrie einen Kleinstaat in Geiselhaftung nahm, betrug die irische Staatsverschuldung moderate ~ 26% des BIP ...
Die Abwälzung von Spielschulden des Finanzsektors auf die entmündigte Bevölkerung wurde als "Verstaatlichung" kaschiert.Der Raubzug sprengte die irische Staatskasse und wurde danach unter der Bezeichnung "Eurorettung" auf die EU-Bevölkerung ausgeweitet...
Auch deutsche Politik zeigte sich nicht gefeit gegen die Schutzgelderpressung der Subventionisten: Entgegen den eu-vertraglichen Bestimmungen flossen 85 EU-Mrd. nach Irland : Das entspricht 20.000 € pro irischem Einwohner...
Irland ist keine Demokratie mehr, sondern ein Feudalstaat von Steuerbetrugsdienstleistern und Subventionszuhältern.

Irlandretten-heisst-Diebe-retten

12.03.2012, 15:21 Uhr

Steuerbetrug und Steuerschiebung ist der Kern der irischen Briefkastenwirtschaft.
70% der ausländischen Direktinvestitionen in Irland stammen von US-Unternehmen.
Nun siedeln sich Töchter von Pfizer oder Ely Lilly dort nicht an, weil Iren kompetent Pillen drehen oder Freude an Niedrigbesteuerung von Tüchtigkeit herrscht:
Irlands Dienstleistung besteht darin, Konzerngewinne weg von den Leistungsorten hin zu Steuerparadiesen wie den Caymans ( Facebook) oder den Bermudas (Google) zu schummeln. Irland nimmt dabei eine Zwischenstellung ein, ohne die dieser Übertrag nicht möglich ist. Die Konstruktion ist als "Double Irish" bekannt.
Der jährliche Schaden für den US-Fiskus beträgt 60 Mrd USD - Google dagegen erfreut sich einer Steuerquote von 2,4%.
Ein 2-tes, hemdsärmeligeres Modell der Iren besteht darin, dass Irlandtöchter multi-nationaler Konzerne ihren Müttern Scheinleistungen überhöht in Rechnung stellen. Die produktiven Standortstaaten werden so um Steuern betrogen.
Um diese Briefkastenökonomie herum entstand ein Ansiedlungsboom mit deftiger Immobilienblase - die nun in den Bilanzen der Komplizenbanken detoniert.
Groteskerweise sollen nun die für Irland zahlen, die von dort aus sytematisch betrogen werden.

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