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31.07.2012

12:25 Uhr

Vermögenscheck

Wie sicher ist unser Geld wirklich?

Quelle:WirtschaftsWoche

Die Deutschen fürchten die Folgen der Eurokrise. Und es gibt gute Gründe dafür - und verdammt viele offene Fragen. Was passiert, wenn sich die Krise verschärft? Das sind die wichtigsten Antworten für Ihr Vermögen.

Wie sicher ist mein Vermögen? dpa

Wie sicher ist mein Vermögen?

Düsseldorf/FrankfurtWenn Daniel von Borries einen Bankvorstand trifft, dann stellt der Chef der Ergo-Lebensversicherung ganz gerne die Frage: „Wann ist endlich die Krise vorbei?“ Die Antwort dürfte dem Versicherungsvorstand, der für die Anlage von 112 Milliarden Euro an Kundengeldern verantwortlich zeichnet, weniger schmecken: „Kluge Banker“, erzählt von Borries, würden ihm dann antworten, dass die Krise erst vorbei sei, wenn er endlich wieder Staatsanleihen aus Spanien und Italien kaufen würde. Aber das „tun wir derzeit nicht. Also ist die Krise noch nicht vorbei“, sagt von Borries.

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Wenn schon Profianleger in Sachen Schulden- und Euro-Rettungsversuchs-Tohuwabohu irritiert sind, wundert es nicht, dass private Anleger sich große Sorgen um ihr Vermögen machen. Je nach Umfrage wollen 40 bis 60 Prozent der Deutschen ihre alte D-Mark zurück. Eine „so tief gehende Verunsicherung breiter Anlegerschichten wie zurzeit“ habe er „noch nicht erlebt“, sagt Joachim Paul Schäfer, Partner bei der Münchner Vermögensverwaltung PSM.

Nüchtern betrachtet haben Bankencrash und die damit einhergegangene massive Erhöhung der Staatsschulden weltweit keine Schneisen in die Vermögen der Deutschen geschlagen. Mit fast zehn Billionen Euro liegt das in Immobilien, Sparkonten und anderen Investments geparkte Geld auf Rekordhoch. Das Gefühl, dass was faul ist im Staate Euro-Land und anderswo, dürfte nicht trügen. Müssen Anleger jetzt Gold kaufen, ihre Lebensversicherung kündigen, Euro horten? 25 klare Antworten auf die 25 drängendsten Fragen zum Geld.

Kommentare (42)

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31.07.2012, 12:37 Uhr

Ich habe eine Frage: Bei vergangen Inflationen (inkl. Zusammenbruch) wurden die Guthaben und Schulden zu verschieden 'Kursen' in die nachfolgende Währung umgerechnet, z.B. Guthaben 3:1, Schulden 2:1. Wieso wurde das gemacht?

Popp

31.07.2012, 12:42 Uhr

Wer sich mit dem Finanzdilemma auskennt (denn es ist keine Krise), erkennt sofort die falsche Fragestellung, denn man suggeriert, dass der Eurozusammenbruch den kleinen Sparer treffen würde. Das ist nicht der Fall, wenn man ein neues System einführen würde, bei dem es keinen Wachstumswahn geben müsste und die vielen sinnlosen Arbeitsplätze niemand mehr bräuchte. Alles Phantasie und Utopie? Nein, viele internationale Wissenschaftler beschäftigen sich mit dem Plan der Wissensmanufaktur.net seit langem. Leider dürfen die Medien nicht darüber berichten….trotz Pressefreiheit. Eine Rückkehr zu DM würde gar nichts bringen, sondern nur den systematischen Verelendungsprozess verlängern. Andreas Popp, Wissensmanufaktur

Account gelöscht!

31.07.2012, 12:52 Uhr

Durch die unterschiedliche Behandlung konnte der Staat Einfluss auf seinen Schuldenstand und den seiner Bürger nehmen - ein klassischer Fall von Umverteilung. Die unterschwellige Aussage des Artikels, nach der wenig Inflation zu erwarten ist, ist zudem falsch. Der Warenorb zur Berechnung der Inflation orientiert sich nur an bestimmten Produkten (sehr bewusst), deshalb gab es ja auch nach Einführung des Euros angeblich keine Preissteigerung, obwohl die Bürger sie sehr wohl gespürt haben. Heute sieht man die Inflation schon im Hochschnellen der Preise für Immobilien, Aktien und Gold. Der Rest kommt aber auch noch. Das Gelddrucken ist sozusagen eine Kapitalerhöhung, wie wir sie von Aktien kennen. Dadurch wird das bestehende Kapital verwässert, im Fall der Währung also der Kaufwert. Die USA haben sich z.B. durch eine verdeckte Inflation nach dem 2. Weltkrieg komplett entschuldet. Auch jetzt läuft das gleiche Spiel. Zinsen werden künstlich klein gehalten, die Inflationsstatistik getürkt und der Bürger heimlich entreichert.

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