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18.02.2006

09:00 Uhr

Vermögensverwalter im Realdepot-Vergleich

Die wundersamen Geldvermehrer

Wie die besten Profis das Geld ihrer Kunden anlegen, wie sie 2006 Börse und Zinsen sehen, welche Aktien Vermögensverwalter favorisieren und was jeder Anleger von ihnen lernen kann.

FRANKFURT. Die Theodor-Heuss-Allee in Frankfurt ist ein unwirtlicher Ort an einem kalten Februartag. Bürokomplex reiht sich an Bürokomplex auf der schnurgeraden, vierspurigen Ausfallstraße; schmucklose Quader aus Glas und Stahl, kaum einer älter als zwei Jahre, bilden eine kilometerlange Einheitsfront. Im fünften Stock des Hauses Nummer 100 steht Stefan Keitel in seinem Büro und blickt wehmütig hinüber zum Messeturm. "Bis vor einem Jahr hatten wir dort unsere Büros, die waren repräsentativer", sagt der oberste Geldanleger der Credit Suisse Deutschland. Hier sieht eher aus wie in einem Internetunternehmen als in einer Bank.

Auch das Alter würde passen. Keitel ist erst 36. Trotzdem arbeitet er schon seit mehr als fünf Jahren als Deutschlands leitender Anlagestratege für den Schweizer Bankriesen. Er gibt die grobe Linie vor, die einzelnen Wertpapiere suchen dann seine Portfoliomanager Frank Schorling und Alexander Hipp aus. Die beiden holte Keitel 2001 und 2002 ins Team, da waren sie Ende zwanzig.

Den Kunden der Credit Suisse hat die Jugendarbeit genützt. Keitel und sein Team verwalten mehrere Milliarden Euro. Zusammen sind sie Deutschlands beste Geldmanager 2005: Mit einem Wertzuwachs von 35,5 Prozent holten sie mehr als die gängigen Aktienindizes wie Dax (27 Prozent) oder EuroStoxx (21 Prozent).

Nicht allein Keitels Team kitzelt aus den Finanzmärkten mehr heraus, als es die meisten Privatanleger je schaffen. Die WirtschaftsWoche stellt die besten Anlageprofis vor und verrät, wie sie ihre festverzinslichen Wertpapiere und Aktien aus der Masse des Angebots filtern und was ihre Favoriten für 2006 sind. Die Sieger ermittelt hat für die WirtschaftsWoche die Ratingagentur Firstfive. Die Frankfurter Analysten arbeiten ausschließlich mit echten Kundendepots der Vermögensverwalter, um den Wettbewerb so realistisch wie möglich zu gestalten.

Musterdepots nur mit Spielgeld sind zwar bei Anlegermagazinen und im Börsen-TV beliebt, liefern aber meist nur verzerrte Ergebnisse, weil die Profis mit Konfettigeld weit höhere Risiken eingehen als mit echten Kundengeldern.

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