Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.07.2016

12:20 Uhr

Vermögensverwaltung

Sag‘ mir, wo die Erträge sind

VonFrank Wiebe

Was tun, wenn Aktien- und Anleihenkurse Höchstkurse melden, Renditen aber immer weiter schrumpfen? Die Experten von Blackrock, dem weltgrößten Vermögensverwalter, sind pragmatisch und setzen auf dividendenstarke US-Werte.

epa05098879 A view of the New York offices of the financial firm BlackRock in New York, New York, USA, on 12 January 2016. The firm is releasing its 4th quarter statement on 15 January 2016. EPA/JUSTIN LANE +++(c) dpa - Bildfunk+++ dpa

BlackRock Building in New York

epa05098879 A view of the New York offices of the financial firm BlackRock in New York, New York, USA, on 12 January 2016. The firm is releasing its 4th quarter statement on 15 January 2016. EPA/JUSTIN LANE +++(c) dpa - Bildfunk+++

New YorkSo wie bisher geht es nicht mehr weiter. Richard Turnill, globaler Stratege der Fondsgesellschaft Blackrock, sagt: „Mit der gängigen Aufteilung 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen bekommen Sie in den USA zurzeit gut zwei Prozent Rendite vor Inflation – und davon gehen noch Kosten ab.“ Er empfiehlt, auch andere Anlagen wie etwa Gold, hinzuzumischen. Aber etwas Ratlosigkeit schwingt dabei schon mit. Schließlich bringt Gold keine regelmäßigen Erträge und ist damit eher ein spekulatives Investment.

Dabei steht sonst bei Blackrock wie auch bei anderen Vermögenverwaltern die Frage im Vordergrund: Wo sind noch regelmäßige Erträge herzubekommen? Denn weil die Kurse von Aktien wie auch Anleihen durch die extrem niedrigen Zinsen schon so weit hochgetrieben wurden, schwinden die Aussichten auf weitere Kurssteigerungen. „Es gibt viele sehr solide US-Unternehmen, aber die Kurse sind den Gewinnen schon vorausgelaufen“, sagt Blackrock-Aktien-Spezialistin Kate Moore.  

Rekorde beim S&P 500: Die Bullen sind los

Rekorde beim S&P 500

Die Bullen sind los

Der wichtigste Wall-Street-Index hat den zweiten Tag in Folge ein neues Allzeithoch markiert. Obwohl Experten vor extremen Bewertungen warnen, treibt der Renditehunger der Investoren die Kurse immer höher.

Ein interessanter Bereich sind Hochzinsanleihen. Jeffrey Rosenberg, der Anleihestratege der US-Fondsfirma, sieht hier noch die Chance, etwas Rendite herauszuholen. Die speist sich aber eher aus den laufenden Zinsen; anders als noch vor einigen Monaten erwartet er zurzeit keine großen Kurssteigerungen mehr. Seine Geldanlage hat er daher von risikoreichen Anleihen wieder in Richtung sichere Zinspapiere umgeschichtet.

Ein anderer Bereich mit regelmäßigen Erträgen sind dividendenstarke Aktien. Moore ist skeptisch gegenüber europäischen Papieren, wegen der wirtschaftlichen Probleme der Region. „Es kommt bei dividendenstarken Papieren darauf an, dass sie die Gewinne auch nachhaltig erzielen können“, sagt sie, und traut das zum Beispiel den europäischen Banken nicht zu, schon eher den Geldhäusern in den USA. Außerdem nennt sie die Healthcare- und Technologiebranche in den USA als Beispiele für Segmente, in denen solide Unternehmen zu finden sind.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×