Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.11.2014

12:55 Uhr

Allianz baut um

Versicherer investiert weitere 100 Millionen Euro

Die Allianz will ihren Umsatz weiter steigern und investiert daher kräftig: Noch einmal 80 bis 100 Millionen Euro steckt der Versicherer in neue Produkte. Vor allem das Internet-Geschäft soll forciert werden.

Für mehr Wachstum will der Versicherer Allianz noch einmal 80 bis 100 Millionen Euro investieren. dpa

Für mehr Wachstum will der Versicherer Allianz noch einmal 80 bis 100 Millionen Euro investieren.

FrankfurtDie Deutschland-Tochter der Allianz will weitere 80 bis 100 Millionen Euro in die Modernisierung ihres Produktangebots und der dahinter stehenden Prozesse stecken. „Wir wollen den Umbau noch stärker vorantreiben“, sagte Allianz-Deutschland-Chef Markus Rieß der „Börsen-Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Das Geld ist für die Jahre 2015 bis 2017 zusätzlich eingeplant. Bereits für 2014 bis 2016 hatte die Allianz Deutschland ein Budget von 100 Millionen Euro für ein verbessertes Online-Angebot reserviert.

Bisher hatte sie sich im Internet auf die Autoversicherung konzentriert, wo die Allianz in einem scharfen Wettbewerb mit dem Rivalen HUK steht. Künftig sollen Kunden auch Hausrat- und Risikoleben-Policen im Internet abschließen können. „Die wichtigsten Produkte wollen wir bis zum Jahr 2016 online stellen“, sagte Rieß. „Ich rechne damit, dass wir zwischen 2016 und 2018 all jene Produkte im Internet anbieten können, die wir dort platzieren wollen.“ Dazu müssten sie auch vereinfacht werden.

Der größte deutsche Versicherer setzt auf eine Zielgruppe, die sich online informiert, aber den Versicherungsvertreter als Ansprechpartner nicht missen möchte. In der Autoversicherung seien das 35 bis 40 Prozent der Versicherten, sagte Rieß. Die reine Online-Kundschaft schätzt die Allianz auf 10 bis 15 Prozent, der Rest verlässt sich weiter ganz auf den Vertreter.

Die größten Versicherer Europas (nach Beitragseinnahmen)

Platz 10

Mapfre (Spanien)
Beitragseinnahmen 2012: 21,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 10,1 Prozent
Quelle für alle Angaben: Übersicht von Mapfre.

Platz 9

Crédit Agricole Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 22,5 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 8

CNP Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 26,4 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 11,8 Prozent

Platz 7

Talanx (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 26,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 12,6 Prozent

Platz 6

Aviva (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 28 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 5

Prudential (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 36,8 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 24,9 Prozent

Platz 4

Zurich (Schweiz)
Beitragseinnahmen 2012: 39,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 16,2 Prozent

Platz 3

Generali (Italien)
Beitragseinnahmen 2012: 69,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 0,7 Prozent

Platz 2

Allianz (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 72 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 4 Prozent

Platz 1

Axa (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 84,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 5 Prozent

In der Schaden- und Unfallversicherung sei für die Allianz mittelfristig ein Wachstum von zwei bis drei Prozent möglich, sagte Rieß. Im laufenden Jahr liege der Versicherer nach neun Monaten mit einem Plus von vier Prozent sogar darüber. „Die Sachversicherung ist allerdings aufgrund einer Großgeschäfte aktuell etwas besser unterwegs, als ich für den Gesamtjahres-Verlauf prognostiziere“, sagte der Deutschland-Chef. Die angepeilten Beitragseinnahmen von 9,5 Milliarden Euro sollten aber in jedem Fall in diesem Jahr erreicht werden.

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Verena Czerny

28.11.2014, 09:19 Uhr

Kreativität und Innovationsbereitschaft können von Führungskräften gezielt gefördert und kultiviert werden. So werden sie zu einem Bestandteil der Unternehmenskultur und zu einer Auszeichnung des Unternehmens als Arbeitgeber. Welche dieser 8 Impulse können Sie in Ihrem Unternehmen umsetzen?
http://www.clever-change.de/innovationsmanagement/

Herr Manfred Zimmer

28.11.2014, 15:51 Uhr

Es ist doch nicht das Geld des Versicherers, das hier investiert wird. Es sind vielmehr die den Versicherten nicht ausgeschütteten Bewertungsreserven fälliger Lebensversicherungen.

Ein gigantischer Betrag, der so eingeheimst wurde.

Der war so groß, dass die Versicherungslobbyisten dies sogar per Gesetz legitikiert haben wollen, das sogenannte Lebensversicherungsreformgesetz.

Bundespräsident Gauck hat es noch nicht unterschrieben, obwohl es bereits zum 01.07.2014 in Kraft treten sollte. An seiner Unterschrift werden wir erkennen, wessen Präsident er ist und was er von Rechtssicherheit in der Bundesrepublik hält.

Wenn er unterschreiben sollte, wissen wir alle, wessen Präsident er ist.

Herr Florian Meier

01.12.2014, 09:30 Uhr

Der Bundes-GAU hat anfang August unterschrieben ...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×