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25.06.2013

19:21 Uhr

Allianz

Neue Lebensversicherung soll den Kunden nützen

Die neue Produktlinie ohne Zinsgarantien soll zur Win-Win Situation führen, sagt die Allianz. Bei der neuen Lebensversicherung garantiert der Versicherer nur noch das eingezahlte Kapital und eine Mindestrente.

Der Allianz-Rivale Ergo hatte sein neues Leben-Modell schon Anfang Juni vorgestellt. ap

Der Allianz-Rivale Ergo hatte sein neues Leben-Modell schon Anfang Juni vorgestellt.

FrankfurtDie Allianz braucht für die neuen Lebensversicherungen ohne lebenslange Zinsgarantien ein dünneres Kapitalpolster. "Das ist eine Win-win-Situation", sagte Finanzvorstand Dieter Wemmer am Dienstag bei einer Investoren-Veranstaltung in Berlin.

Die Kunden profitierten durch höhere Renditen, und das Konzern müsse im Sinne seiner Aktionäre weniger Risikokapital einsetzen. Die neue Produktlinie mit dem Namen "Perspektive" soll Anfang Juli offiziell vorgestellt werden.

Die zehn größten Versicherungskonzerne

Platz 10

Prudential plc (Großbritannien)

Der britische Versicherer mit Hauptsitz in London hat weltweit 20 Millionen Kunden. Künftig soll ein Schwerpunkt auf das asiatische Geschäft gelegt worden. 2010 kamen die Briten auf einen Umsatz von 73,6 Milliarden Dollar.

Platz 9

Munich Re (Deutschland)

Der größte deutsche Rückversicherer, der früher Münchener Rück hieß, sichert sich ebenfalls einen Platz unter den weltgrößten Versicherern. Zur Gesellschaft gehört unter anderem auch die Ergo Versicherungsgruppe. Die rund 47.000 Mitarbeiter des Konzerns haben 2010 auf einen Umsatz von 76,22 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Platz 8

Nippon Life Insurance Company (Japan)

Die Japaner mit Hauptsitz in Osaka sind nicht nur der größte Lebensversicherer ihres Landes, sondern gehören auch international zu den größten. Mit einem Umsatz von 78,57 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar im Jahr 2010 ist der Konzern locker in der Top 10.

Platz 7

Aviva (Großbritannien)

Weltweit hat der Konzern aus London 35 Millionen Kunden und rund 45.000 Mitarbeiter. Insgesamt kamen die Briten im Jahr 2010 auf einen Umsatz von 90,2 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 2,26 Milliarden Dollar.

Platz 6

UnitedHealth (USA)

Im Bereich der Krankenversicherung gehört das Unternehmen aus der Kleinstadt Minnetonka (Minnesota) zu den größten der Branche. Weltweit beschäftigt der Konzern 87.000 Mitarbeiter, die einen Umsatz von 94,15 Milliarden Dollar erwirtschaften.

Platz 5

American International Group (USA)

Die New Yorker waren lange der größte Erstversicherer der Welt. In der Finanzkrise mussten sie dann sogar mit Steuergeldern gerettet werden. 2010 haben die Amerikaner rund 104,4 Milliarden Dollar umgesetzt.

Platz 4

Assicurazioni Generali (Italien)

Schon Franz Kafka gehörte kurzzeitig zu den Angestellten des traditionsreichen Versicherers aus Triest. Die Italiener gehören bis heute zu den führenden Versicherungskonzernen weltweit, 2010 kamen sie auf einen Umsatz von 120,2 Milliarden Dollar.

Platz 3

Allianz (Deutschland)

Der größte deutsche Versicherungskonzern schafft den Sprung auf das Treppchen. Von München aus steuert der Konzern 151.338 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftete so einen Umsatz von 127,38 Milliarden Dollar im Jahr 2010.

Platz 2

Berkshire Hathaway (USA)

Mit dem schillernden Investor Warren Buffett an der Spitze, ist US-Beteiligungsgesellschaft vor allem im Versicherungsgeschäft tätig. Die Amerikaner gehören zu den profitabelsten Konzernen des Landes. 2010 wurde ein Umsatz von 136,18 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Platz 1

AXA (Frankreich)

Der größte Versicherungskonzern der Welt hat seinen Hauptsitz in Paris. Insgesamt verwalten die rund 103.000 Mitarbeiter ein Vermögen von 1,38 Billionen Dollar. Allein im Jahr 2010 wurde ein Umsatz von 162,2 Milliarden Dollar eingefahren.

Die Allianz hofft damit Kunden zu locken oder zu halten, die sich von einem Garantiezins von 1,75 Prozent nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken lassen. Nach Abzug aller Kosten bleibe bei den klassischen Altersvorsorge-Produkten für die Kunden nur eine garantierte Rendite von rund einem Prozent, räumte Allianz-Leben -Vorstand Alf Neumann ein. "Das wird nicht von allen Kunden gleichermaßen geschätzt. Sie fragen sich, ob eine solche Garantie den Aufwand wert ist."

Der mit Abstand größte deutsche Lebensversicherer ist eines der ersten Unternehmen der Branche, das eine Produktlinie ohne Garantien auflegt. "Mit einem geringeren Risikokapitaleinsatz können wir höhere Überschussbeteiligungen bieten", erläuterte Neumann.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

25.06.2013, 19:58 Uhr

...mann mann mann, wer investiert nur in solch einen Unsinn ?

kleineInfo

26.06.2013, 16:31 Uhr

Komisch, dass nach der Ergo nun eine weitere Aktiengesellschaft versucht die Risiken auf die Kunden abzuwälzen. Natürlich ganz im Sinne des Kunden. Schließlich sind ja höhere Renditen "möglich". Am Ende erhält der Aktionär wieder die selbe Dividende.

B.Kurth

26.06.2013, 17:11 Uhr

Die Berichterstattung des Handelsblatt ist leider vollkommen willkürlich.
Bei der ERGO wird ein solches Produkt in der Luft zerrissen, über die Allianz wird neutral berichtet. Außerdem ist die Allianz nicht einer der ersten am Markt mit einem Produkt ohne Zinsgarantie. Solche Produkte gibt es schon seit langem.
Ich bitte die Redaktion des Handelsblattes in Zukunft genauer und neutraler zu Berichten.

MfG

B.Kurth

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