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26.02.2015

11:00 Uhr

Allianz steigert Gewinn

Bei Pimco ist nicht alles aus

Die Dividende steigt, der Mittelschwund bei Pimco bleibt: Die Allianz hat 2014 insgesamt ein Gewinnplus von drei Prozent erzielen. Die Fondstochter bremst die Zahlen – doch das Unternehmen zeigt vorsichtigen Optimismus.

Plastikfiguren vor dem Logo der Allianz Versicherung: Das DAX-Unternehmen konnte trotz schwächelnder Vermögensverwaltung punkten. dpa

Allianz

Plastikfiguren vor dem Logo der Allianz Versicherung: Das DAX-Unternehmen konnte trotz schwächelnder Vermögensverwaltung punkten.

MünchenDie Querelen in der Vermögensverwaltung sind an der Allianz nicht spurlos vorbeigegangen. Europas größter Versicherer konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Jahr zwar abermals steigern. Die Zuwächse fielen aber geringer aus als von Analysten erwartet.

Das operative Konzernergebnis zog lediglich um drei Prozent auf 10,4 Milliarden Euro an, wie die Allianz am Donnerstag mitteilte. Vorstandschef Michael Diekmann verabschiedet sich trotzdem mit einer Rekorddividende für die Anleger. Pro Aktie sollen 6,85 Euro ausgeschüttet werden - fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Diekmann übergibt das Ruder im Mai nach zwölf Jahren an seinen Vorstandskollegen Oliver Bäte. In seiner letzten Jahresbilanz betonte der Vorstandschef, die Allianz habe trotz schwieriger Rahmenbedingungen „sehr gute Ergebnisse“ erzielt. Der auslaufende Vertrag Diekmanns war im Oktober etwas überraschend nicht verlängert worden. Beobachter hatten damit gerechnet, dass der 61-Jährige trotz einer internen Altersgrenze für Vorstände zumindest ein oder zwei Jahre weitermacht. Den bisherigen Vorstand für das West- und Südeuropageschäft Bäte erwartet ein bestelltes Feld. „Ich bin überzeugt, dass der Aufsichtsrat eine hervorragende Wahl getroffen hat“, erklärte Diekmann während der Bilanzpressekonferenz.

Dass die Anleger ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen, hatte der Konzern bereits im Herbst beschlossen. Denn weil die Branche inzwischen mehr Klarheit über die künftige Regulierung hat, müssen die Versicherer nicht mehr so viel Kapital horten. Nach den Worten von Diekmann bleibt das wirtschaftliche Umfeld aber schwierig.

„Unser aktueller Ausblick 2015 für das operative Ergebnis liegt bei 10,4 Milliarden Euro, plus/minus 400 Millionen Euro.“ Am Markt herrschte Ernüchterung. Die Allianz-Aktie notierte am Vormittag über 2,5 Prozent im Minus. In der Vermögensverwaltung brach das operative Ergebnis um fast ein Fünftel ein auf 2,6 Milliarden Euro. Maßgeblich dafür verantwortlich ist die Tochter Pimco - seit dem überraschenden Abgang von Gründer Bill Gross im vergangenen September kommt das kalifornische Anleihehaus nicht zur Ruhe.

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