Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.07.2012

10:34 Uhr

Ausfallrisiken

Versicherer fürchten Anschlag bei Olympia

Ein Anschlag bei den Olympischen Sommerspielen in London würde die Versicherungsbranche schlimmstenfalls mehr als vier Milliarden Euro kosten. Aber auch ein Verkehrsinfarkt könnte die Versicherer teuer zu stehen kommen.

Für den weltgrößten Rückversicherer geht es bei den Olympischen Spielen um viel Geld. dpa

Für den weltgrößten Rückversicherer geht es bei den Olympischen Spielen um viel Geld.

FrankfurtWenn das Turnier wegen eines Attentats komplett abgesagt werden müsste, würde schlimmstenfalls ein geschätzter Schaden von mehr als vier Milliarden Euro drohen. „Das war die Summe der versicherbaren Ausfallrisiken bei der Fußball-Weltmeisterschaft, und Olympia dürfte in derselben Größenordnung liegen“, sagte Versicherungsmanager Andrew Duxbury, der in der Londoner Niederlassung der Münchener Rück die Absicherung von Großveranstaltungen verantwortet, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagausgabe).

Zwar dürfte nicht die gesamte Summe der Risiken auch tatsächlich durch entsprechende Policen abgedeckt sein. Dennoch geht es für Münchener Rück um viel Geld: Ein Komplettausfall könnte nach Schätzungen von Duxbury den weltgrößten Rückversicherer rund 350 Millionen Euro kosten. Die Terrorgefahr sei „immer relevant und in London möglicherweise noch mehr als an anderen Orten“.

Das zweitgrößte Versicherungsrisiko in London ist der Zeitung zufolge der befürchtete Verkehrsinfarkt auf den Straßen und im öffentlichen Nahverkehr. Wenn Athleten oder Kampfrichter im Stau stecken und sich deswegen Wettkämpfe verzögern oder gar nicht stattfinden, wäre das ein Schadensfall für die Assekuranz. Allerdings stehen die Versicherungen dem Bericht zufolge nur dafür gerade, wenn Teilnehmer und Offizielle zu spät kommen sollten.

 

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×