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04.06.2013

10:30 Uhr

Autoversicherung

Wichtigste Sparte bringt Huk-Coburg wieder Gewinn

Der größte Autoversicherer Deutschlands hat die Wende geschafft. Der Versicherungskonzern Huk-Coburg hat seine Autosparte aus den roten Zahlen geholt. Doch das könnte sich durch das Hochwasser wieder ändern.

Die HUK-Coburg Versicherungsgruppe hat ihren Gewinn fast verdoppelt. dpa

Die HUK-Coburg Versicherungsgruppe hat ihren Gewinn fast verdoppelt.

DüsseldorfDer Versicherungskonzern Huk-Coburg verdient in seiner wichtigsten Sparte, der Autoversicherung, wieder Geld. Ihren Gewinn verdoppelte die Gruppe im vergangenen Jahr nahezu. Zwei Jahre waren die Zahlen in der Kfz-Versicherung der Huk-Coburg rot getränkt. Doch im vergangenen Jahr schaffte der größte Autoversicherer im Lande die Wende.

Die wichtigste Sparte des Konzerns steigerte nach Jahren der Stagnation nicht nur die Beitragseinnahmen zum zweiten Mal in Folge – dieses Mal um 8,3 Prozent auf 2,68 Milliarden. Auch das Neugeschäft erhöhte sich um vier Prozent. Die Zahl der versicherten Fahrzeuge kletterte – einschließlich von Mopeds – um weitere 3,8 Prozent auf nun 9,3 Millionen versicherte Fahrzeuge.

Am wichtigsten war jedoch, dass beim Vergleich von Prämien einerseits sowie Schäden und Kosten andererseits ein Plus verblieb. Denn diese stark beachtete Kennziffer, die kombinierte Schaden- und Kostenquote, sank auf 99,7 (104,8) Prozent.

Versicherer in Europa

Europa

Zahl der Unternehmen: 5078 (in 2008)

Beschäftigte: 956 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 1104 Milliarden Euro

Daten aus 2010

Deutschland

Zahl der Unternehmen: 582

Beschäftigte: 216 400

Bruttoprämien: 179 Milliarden Euro

Frankreich

Zahl der Unternehmen: 441

Beschäftigte: 147 400

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Italien

Zahl der Unternehmen: 242

Beschäftigte: 47 185

Bruttoprämien: 126 Milliarden Euro

Großbritannien

Zahl der Unternehmen: 1314

Beschäftigte: 117 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Niederlande

Zahl der Unternehmen: 268

Beschäftigte: 57 000

Bruttoprämien: 78 Milliarden Euro

Belgien

Zahl der Unternehmen: 145

Beschäftigte: 23 727

Bruttoprämien: 29 Milliarden Euro

Schweiz

Zahl der Unternehmen: 151

Beschäftigte: 45 659

Bruttoprämien: 40 Milliarden Euro

Spanien

Zahl der Unternehmen: 292

Beschäftigte: 47 779 (in 2009)

Bruttoprämien: 57 Milliarden Euro

Dänemark

Zahl der Unternehmen: 184

Beschäftigte: 16 773

Bruttoprämien: 21 Milliarden Euro

Schweden

Zahl der Unternehmen: 386

Beschäftigte: 20 414

Bruttoprämien: 28 Milliarden Euro

Das heißt, im reinen Autoversicherungsgeschäft ist wieder ein Gewinn übrig geblieben. In den beiden Jahren davor lag die Quote dagegen über der Marke von 100 Prozent. Unter dem Strich blieben also im Kerngeschäft Verluste, was dem kostenbewussten Versicherer sichtlich unangenehm war, aber dem starken Konkurrenzkampf in dieser Sparte geschuldet war.

Die Preisspirale in der Autoversicherung dürfte sich weiter drehen. "Die Phase der Preiserhöhungen wird noch eine gewisse Zeit weitergehen", sagte der für das Sachversicherungs-Geschäft zuständige Vorstand Klaus-Jürgen Heitmann in Nürnberg.

Die Unternehmen der Branche verdienten mit einer Schaden-Kosten-Quote von 103 Prozent immer noch kein Geld, obwohl die Tarife seit 2009/2010 steigen. Und nun kämen noch die Schäden aus dem Hochwasser im Süden und Osten Deutschlands hinzu: "Das wird den Markt kräftig Geld kosten", sagte Heitmann. Abgesoffene Autos seien meist Totalschäden.

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