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19.12.2012

11:37 Uhr

BaFin

Versicherungsaufseher kommt aus der Branche

Felix Hufeld wird neuer Leiter der Versicherungsaufsicht. Er war mehrere Jahre Deutschland-Chef des Versicherungsmaklers Marsh. Das Bundeskabinett hat die Personalie in Berlin beschlossen.

Der 51 Jahre alte Jurist hatte von 2001 bis 2010 für Marsh gearbeitet. Firmenfoto

Der 51 Jahre alte Jurist hatte von 2001 bis 2010 für Marsh gearbeitet.

Frankfurt Die BaFin holt ihren neuen Leiter der Versicherungsaufsicht aus der Assekuranz. Felix Hufeld, langjähriger Deutschland-Chef des Versicherungsmaklers Marsh, werde zum Jahresanfang den seit einem halben Jahr vakanten Posten übernehmen, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Mittwoch mit. Das Bundeskabinett habe die Personalie in Berlin beschlossen. Der 51 Jahre alte Jurist hatte von 2001 bis 2010 für Marsh gearbeitet, davon war er acht Jahre lang als Chef für Deutschland und Nordeuropa.

Zuletzt hatte BaFin-Chefin Elke König, die selbst aus der Versicherungsbranche kommt, die Versicherungsaufsicht kommissarisch geführt. Gabriele Hahn hatte diese Funktion nach nicht einmal eineinhalb Jahren aufgegeben und ist seither für die interne Verwaltung der BaFin zuständig.

Hufeld war zuletzt Partner des Finanzinvestors Westlake Partners und Vorsitzender des Aufsichtsrats von Inex24, einer Firma, die eine Verhandlungsplattform für Industrieversicherer im Internet gegründet hat. Bei der Dresdner Bank war Hufeld vor seiner Zeit bei Marsh Leiter der Konzernentwicklung. "Es reizt mich vor allem, an so wichtigen Projekten wie (dem Eigenkapital-Regelwerk) Solvency II mitwirken und die Stimme der BaFin in einem immer wichtiger werdenden europäischen und globalen Umfeld zusätzlich stärken zu können", sagte Hufeld.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Mazi

19.12.2012, 13:10 Uhr

Diese Vita liest sich nicht gut!

Diesen Mann hätte ich nicht auf diesen Posten gesetzt! Wir werden es sehen.

MalcolmX

20.12.2012, 01:05 Uhr

Mir stellt sich hier Frage, warum Gabriele Hahn
nach so kurzer Zeit das Handtuch als Leiterin der BaFin geworfen hat.

Innerhalb ihrer Amtszeit leitete sie ja bekanntlich die ERGO-Sonderprüfung ein.
Es war wohl nicht einfach, die Sonderermittlungen vernünftig zu leiten, wenn die Konzernlenker der Ergo Torsten Oletzky und Nikolaus von Bomhard selber in den Gremien der "unabhängigen" BaFin sitzen.

Auch die Interimsleiterin Elke König war eine alte Freundin des Unternehmens Munich Re,
der Muttergesellschaft der Ergo.

Da inzwischen auch gegen die ERGO-Vorstandsetage strafrechtliche Ermittlungen laufen, wäre der neue Leiter der BaFin gut beraten, Herrn Oletzky und Herrn von Bomhard schnell aus der BaFin zu entfernen.

Immerhin wickeln die Beiden zu Lasten ihrer Kunden
mal eben so die Ergo-Tochter Victoria-Leben ab,
und unterlaufen so die Eigenkapitalvorschriften von Solvency II, für die sich der neue Leiter der BaFin
einsetzen will.

Man darf gespannt sein.

Da der neue Leiter die Solvency II Regelungen
begeistert unterstützen will ist Spannung vorprogrammiert.

Mazi

20.12.2012, 13:47 Uhr

Thema: "Frau König"

Man kann ja gewiss bei der Häufigkeit der Finanzkrisen während seiner Amtszeit über die Leistung von Herrn Sanio streiten, aber er hat mit seinen "Sprüchen" die Branche auf Distanz gehalten. Wenn man ihm unterstellen wollte, dass dem SPD-Mann, außer Sprüchen nichts eingefallen ist, dann muss man auch sagen, dass auch auf Bankenseite nicht mehr Geist vorhanden war.

Frau König sollte daher auch mehr Sprüche "kloppen". Das kommt an. Steinbrück hat es ihr doch vorgemacht.

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