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08.01.2014

10:35 Uhr

Baloise

Der Versicherer Basler streicht Stellen

Der Schweizer Versicherer Baloise strafft sein Geschäft: Die deutsche Tochter Basler hat sich mit den Arbeitnehmervertretern über einen Stellenabbau geeinigt. 400 Stellen sollen in den nächsten drei Jahren wegfallen.

Logo der Basler Versicherungen: „Die Rahmenvereinbarung ermöglicht uns, die Optimierung in Deutschland wie geplant voranzubringen.“ dpa

Logo der Basler Versicherungen: „Die Rahmenvereinbarung ermöglicht uns, die Optimierung in Deutschland wie geplant voranzubringen.“

DüsseldorfDie Basler Versicherungen in Deutschland haben sich auf eine Rahmenvereinbarung mit der Verhandlungskommission der Arbeitnehmervertreter zur weiteren Umsetzung der Unternehmensstrategie geeinigt. Die erforderlichen Gremienbeschlüsse und Unterschriften sollen zeitnah erfolgen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Damit könne die Fokussierung und Optimierung des Geschäfts wie geplant vorangehen, heißt es in der Mitteilung. Bis 2015 will der Versicherer die Kosten um etwa 40 Millionen Euro senken. Außerdem sollen rund 400 Stellen bis Ende 2017 gestrichen werden. Nach der Einigung mit den Arbeitnehmern könne dies wie angekündigt angegangen werden.

Versicherer in Europa

Europa

Zahl der Unternehmen: 5078 (in 2008)

Beschäftigte: 956 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 1104 Milliarden Euro

Daten aus 2010

Deutschland

Zahl der Unternehmen: 582

Beschäftigte: 216 400

Bruttoprämien: 179 Milliarden Euro

Frankreich

Zahl der Unternehmen: 441

Beschäftigte: 147 400

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Italien

Zahl der Unternehmen: 242

Beschäftigte: 47 185

Bruttoprämien: 126 Milliarden Euro

Großbritannien

Zahl der Unternehmen: 1314

Beschäftigte: 117 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Niederlande

Zahl der Unternehmen: 268

Beschäftigte: 57 000

Bruttoprämien: 78 Milliarden Euro

Belgien

Zahl der Unternehmen: 145

Beschäftigte: 23 727

Bruttoprämien: 29 Milliarden Euro

Schweiz

Zahl der Unternehmen: 151

Beschäftigte: 45 659

Bruttoprämien: 40 Milliarden Euro

Spanien

Zahl der Unternehmen: 292

Beschäftigte: 47 779 (in 2009)

Bruttoprämien: 57 Milliarden Euro

Dänemark

Zahl der Unternehmen: 184

Beschäftigte: 16 773

Bruttoprämien: 21 Milliarden Euro

Schweden

Zahl der Unternehmen: 386

Beschäftigte: 20 414

Bruttoprämien: 28 Milliarden Euro

Die Rahmenvereinbarung zwischen den Unternehmen der Baloise Group in Deutschland und dem gemeinsamen Gesamtbetriebsrat sieht vor, dass Bad Homburg der Schwerpunkt für die Schadenversicherung und Hamburg für die Lebensversicherung bleibe. Die Standorte Bremen und Nürnberg sollen mindestens bis zum 31. Dezember 2018 aufrechterhalten werden.

Einzelne Bereiche würden in Bremen und Nürnberg jedoch bereits bis zum Ende des ersten Quartals des Jahres 2016 aufgelöst. Neueinstellungen werde es an diesen Standorten nicht mehr geben. Bis Ende 2016 verzichten die Basler Versicherungen auf betriebsbedingte Kündigungen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass der Stellenabbau auf anderen Wegen plangemäß realisiert wird.

Ziel ist es, dass Arbeitnehmervertreter freiwillig ausscheiden. Martin Strobel, der Vorstandsvorsitzende der Baloise Group, bewertete die Vereinbarungen so: „Die Rahmenvereinbarung ermöglicht uns, die Optimierung in Deutschland wie geplant voranzubringen. Unsere bereits veröffentlichten Angaben zum Business Case bleiben gültig.“

Die Baloise Group sitzt im schweizerischen Basel und hat etwa 8800 Mitarbeiter. Die Gruppe positioniert sich als Versicherer mit intelligenter Prävention, der „Sicherheitswelt“. Das Vertriebsnetz umfasst die eigene Verkaufsorganisation, Makler und weitere Partner. Das Geschäft mit innovativen Vorsorgeprodukten für Privatkunden in ganz Europa betreibe die Baloise mit ihrem Kompetenzzentrum in Luxemburg.

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