Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.02.2015

12:15 Uhr

Bilanz 2014

Krankenkassen mit 1,1 Milliarden im Minus

Rund 1,1 Milliarden Euro in 2014 im Minus: Die gesetzlichen Krankenkassen litten im vergangenen Jahr unter Rückerstattungen. Dies sei zwar nicht dramatisch, sollte sich aber nicht wiederholen, sagen Verantwortliche.

Die Versichertenkarten der Krankenkassen DAK, AOK, Barmer und Techniker-Krankenkasse TK: Die Versicherungen machten 2014 minus. dpa

Karten verschiedener Krankenkassen

Die Versichertenkarten der Krankenkassen DAK, AOK, Barmer und Techniker-Krankenkasse TK: Die Versicherungen machten 2014 minus.

BerlinDie gesetzlichen Krankenkassen haben das vergangenen Jahr mit einem Minus von rund 1,1 Milliarden Euro abgeschlossen. Dies bestätigte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums am Donnerstag in Berlin. Allerdings lägen noch nicht alle Zahlen der Kassen für 2014 vor.

Das Defizit sei fast ausschließlich auf Prämienzahlungen der Kassen an ihre Mitglieder sowie freiwillige Angebote der Kassen zurückzuführen. So hätten sie Beträge in Höhe von 700 Millionen Euro zurückerstattet. Leistungen, die über den gesetzlich vorgeschriebenen Katalog hinausgehen, verschlangen 260 Millionen Euro. Dies können etwa bestimmte Impfungen oder alternative Heilmethoden sein.

„Es ist gut, dass die Krankenkassen ihre Versicherten an ihren hohen Finanzreserven beteiligen“, sagte die Sprecherin. Vor allem die Ersatzkassen mit ihren Marktführern Techniker Krankenkasse (TK) und Barmer GEK landeten mit 1,1 Milliarden Euro im Minus. Auch Betriebs- und Innungskrankenkassen schrieben rote Zahlen. Alleine die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) verbuchten nach Angaben eines Verbandssprechers ein Plus von 421 Millionen Euro.

Zwar ändere das Defizit in 2014 kurzfristig nichts an der insgesamt guten Finanzsituation der Krankenversicherung, sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbands, Florian Lanz. Der Blick zurück reiche aber nicht. „In den nächsten Jahren erwarten wir wegen steigender Ausgaben, zum Beispiel für Ärzte, Kliniken und Medikamente, höhere Zusatzbeiträge für die Versicherten“, sagte er.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×