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11.10.2012

18:09 Uhr

Bis Ende 2013

Milliardenüberschuss im Gesundheitsfonds

Bis Ende 2013 könnte der Überschuss im Gesundheitsfonds auf über 14 Milliarden Euro heranwachsen, sagen Experten. Ein stolze Summe. Die Forderungen nach Abschaffung der Praxisgebühr könnten wieder lauter werden.

Die Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherung dürften deutlich ansteigen. dapd

Die Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherung dürften deutlich ansteigen.

BonnDie Finanzlage im deutschen Gesundheitswesen wird sich weiter verbessern. Die Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steigen bis Jahresende nach Berechnungen des Schätzerkreises um weitere 7,1 Milliarden Euro. Wegen der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt fließen 2012 voraussichtlich 3,2 Milliarden Euro Überschuss in den Gesundheitsfonds, wie das Bundesversicherungsamt am Donnerstag in Bonn mitteilte. 3,9 Milliarden Euro werden die Krankenkassen den Berechnungen zufolge selbst ansparen können.

Der Gesundheitsfonds würde danach Ende des Jahres rund 12,7 Milliarden Euro umfassen, hinzu käme etwa dieselbe Summe auf den Konten der Kassen, sodass die gesetzlichen Krankenkassen mit einem Finanzpolster von mehr als 25 Milliarden Euro rechnen können.

Für das kommende Jahr rechnen die Schätzer - Fachleute der Kassen, des Gesundheitsministeriums und des Bundesversicherungsamtes - mit einem weiteren Anstieg der Reserven um nochmals 1,6 Milliarden auf dann 14,3 Milliarden Euro. Damit könnten auch 2013 die Ausgaben der Kassen durch Zuweisungen aus dem Fonds vollständig gedeckt werden. In den Zahlen sind die Milliardenüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen nicht enthalten.

Angesichts dieser Zahlen verlangen nach den Ärzten auch die Krankenhäuser und Pharmaunternehmen mehr Geld. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) forderte, die geplanten Kürzungen im Krankenhausbereich zu stoppen. Den Kliniken würden Mittel, die sie dringend für Personal und die Verbesserung der Patientensicherheit bräuchten, entzogen, kritisierte Verbandschef Georg Baum.

Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) forderte ein Ende der Zwangsrabatte. Der bis Ende 2013 geltende erhöhte Herstellerabschlag auf Arzneimittel von 16 Prozent und der Preisstopp seien nicht mehr zu rechtfertigen. Auch die Apotheker drängen auf eine bessere Vergütung.

Kommentare (2)

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11.10.2012, 23:35 Uhr

"Die Praxisgebühr von zehn Euro, die seit dem Jahr 2004 jeder Patient beim ersten Arztbesuch im Quartal bezahlen muss, ist innerhalb der Koalition umstritten. Während Bahr und die Opposition die Abgabe für überflüssig halten, will die Union daran festhalten."

Seit 2004 habe ich genau 3mal Praxisgebühr gezahlt. Aber ich habe ein halbes Vermögen für Brille und einfachen Zahnersatz gezahlt. Ich bin ein nicht dummes, ungelerntes Etwas, sondern für unsere Wirtschaft nur zu altes Etwas.

Was uns alle stranguliert ist die Überregulierung in allen Bereichen.

steuerhilfe.net

12.10.2012, 07:37 Uhr

Nichts, da die Milliarden gehören den Krankenkassen und ihren Bossen da ist das Geld viel besser aufgehoben. Fehlte noch Beitrgassenkungen oder bessere Versorgung für den gesetzlichversicherten Pöbel, wo kommen wir dahin. Die sollen zahlen und den Mund halten.


(Ironie aus)

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