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28.07.2017

17:40 Uhr

Branchen-Check

Versicherungsaufsicht zieht positive Bilanz

Die deutschen Versicherer sind krisenfest, glaubt man der Finanzaufsichtsbehörde BaFin. Diese hat jetzt die finalen Ergebnisse ihrer Prüfung aus dem Frühjahr veröffentlicht. Mängel gebe es dennoch.

Die Bundesfinanzaufsicht hat die deutschen Versicherer genauer unter die Lupe genommen und ist unterm Strich zu einem guten Ergebnis gekommen. dpa

Bafin

Die Bundesfinanzaufsicht hat die deutschen Versicherer genauer unter die Lupe genommen und ist unterm Strich zu einem guten Ergebnis gekommen.

FrankfurtDie Finanzaufsicht BaFin hält die Unternehmen der Versicherungsbranche in Deutschland für ausreichend krisenfest. Alle 340 deutschen Versicherer erfüllten die neuen Anforderungen an die Bedeckung ihrer Verpflichtungen, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) nach einer vertieften Prüfung der Solvenz- und Finanzberichte (SFCR) am Freitag mit. Die Unternehmen, die seit 2016 verschärfte Kapitalvorschriften einhalten müssen, hatten Ende Mai die Berichte abgegeben, die künftig regelmäßig fällig werden. Im Schnitt erfüllen sie die geforderte Mindestquote zu 330 Prozent.

„Mit dem ersten Durchlauf des SFCR sind wir zufrieden“, erklärte der Chef der Versicherungsaufsicht der BaFin, Frank Grund. „Das Ergebnis ist positiv. Es gibt aber natürlich noch Mängel, die abgestellt werden müssen.“ Die Berichte sollen so abgefasst werden, dass auch die Kunden sie verstehen.

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Vor allem die 84 deutschen Lebensversicherer zeigten aber Schwächen. Sie kamen zwar zum Stichtag Ende 2016 im Schnitt auf eine Kapitalquote von 344 Prozent. Sie lag höher als ein Jahr zuvor (283 Prozent), weil die Zinsen wieder leicht stiegen. Der schwächste Lebensversicherer erreichte aber nur 117 Prozent. Gut ein Drittel der Versicherer erreichte die geforderten Quoten nur, weil es Übergangsregeln und Bilanzhilfen nutzte, mit denen die Regulierer ihnen eine Anpassung an das Regelwerk „Solvency II“ erleichtern wollen. Ohne diese Sonderregelungen wären die Lebensversicherer im Schnitt nur auf eine Solvenzquote von 165 Prozent gekommen.

Die deutschen Lebensversicherer sitzen auf Kapitalanlagen von 1,02 Billionen Euro. Rund die Hälfte davon ist in Staats- und Firmenanleihen sowie Pfandbriefe investiert, 28 Prozent stecken in Aktien und Fonds. Den 175 Schaden- und Unfallversicherern geht es besser als den Lebensversicherern. Ihre Solvenzquote lag Ende des Jahres im Mittel bei 286 Prozent, vier Firmen kamen allerdings auf weniger als 125 Prozent. Von den knapp 208 Milliarden Euro ihrer Kapitalanlagen stecken 43 Prozent in Aktien und Unternehmensbeteiligungen.

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