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10.09.2012

14:28 Uhr

Branchentreffen

Swiss Re und Hannover Rück erhöhen die Preise

Zum Jahreswechsel werden die Rückversicherer und ihre Kunden wieder neue Vertragskonditionen ausrechnen. Beim Branchentreffen in Monte Carlo wird deutlich: Die Kapitalpolster sind endlich, die Preise werden steigen.

Der Sitz des weltweit zweitgrößten Rückversicherers Swiss Re in Zürich. dpa

Der Sitz des weltweit zweitgrößten Rückversicherers Swiss Re in Zürich.

München/ZürichBeim traditionellen Treffen der Rückversicherer im Fürstentum Monaco haben sich die führenden Branchenvertreter uneins über weitere Preiserhöhungen gezeigt. Während Swiss Re und Hannover Rück damit rechnen, im kommenden Jahr erneut höhere Prämien durchzusetzen zu können, zeigte sich Münchener Rück skeptisch.

Anders als die Nummer zwei und drei geht der Marktführer von weitgehend stabilen Konditionen beim nächsten großen Preispoker aus. Zum Jahreswechsel steht ein Großteil der Verträge in der Schaden- und Unfallversicherung zur Neuverhandlung mit den Kunden, den Erstversicherern, an.

"Das Unternehmen sieht unverändert eine stabile bis steigende Nachfrage nach Rückversicherungsschutz", sagte Hannover Rück-Vorstandschef Ulrich Wallin am Montag beim Branchentreffen in Monte Carlo. "Insgesamt sollten weitere Preissteigerungen erzielt werden." Der Anstieg dürften allerdings geringer ausfallen als dieses Jahr.

Ähnlich klingt es beim Schweizer Konkurrenten: "Der Aufwärtsdruck bei Rück- und Versicherungspreisen wird voraussichtlich zunehmen, weil die tiefen Zinssätze laufende Renditen und Eigenkapitalrenditen schmälern werden", erklärte der Chef des Rückversicherungsgeschäfts bei Swiss Re, Christian Mumenthaler. Und auch der weltweite Trend zu schärferen Kapitalvorschriften werde dazu beitragen, dass die Erstversicherer mehr Rückversicherungsdeckung nachfragen.

Im Kontrast dazu steht Branchenprimus Münchener Rück, für den Preiserhöhungen vorerst nicht drin sind. Anders als im Vorjahr, als immense Zahlungen für verheerende Naturkatastrophen der Branche gute Argumente für Prämienerhöhungen lieferten, blieben 2012 Großschäden bisher aus und es stehe ausreichend Angebot zur Verfügung.

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