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06.07.2012

11:48 Uhr

Britischer Versicherer

Aviva macht mit Konzernumbau ernst

Der Versicherungskonzern Aviva lässt auf Worte schnell Taten folgen: Nur einen Tag nach der Vorstellung seiner Umbaupläne verkauft Aviva Anteile am niederländischen Versicherer Delta Lloyd.

Die Zentrale des Versicherungskonzerns Aviva in London. AFP

Die Zentrale des Versicherungskonzerns Aviva in London.

LondonEinen Tag nach Vorstellung seines Konzernumbaus trennt sich der zweitgrößte britische Versicherer Aviva von ersten Beteiligungen. Für umgerechnet rund 400 Millionen Euro (318 Millionen Pfund) verkauft das Unternehmen Teile seines Besitzes an dem niederländischen Rivalen Delta Lloyd. Wegen großer Nachfrage seien mit 37 Millionen Delta-Lloyd-Papieren mehr Aktien an Finanzinstitute verkauft worden als zunächst geplant, teilte Aviva am Freitag mit.

Mit dem Geschäft verringert sich der Aviva-Anteil an Delta Lloyd von 41 auf knapp 20 Prozent. Der Konzern hatte erst am Donnerstag unter anderem angekündigt, 16 Geschäftsbereiche mit unbefriedigenden Ergebnissen zu verkaufen oder zu schließen.

In dem Großumbau gipfelt eine vor zwei Monaten eingeleitete Überprüfung sämtlicher Geschäftsfelder, mit der Direktoriumsmitglied John McFarlane das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen will. Unter anderem der schwächelnde Aktienkurs hatte im Mai zum Rückzug von Konzernchef Andrew Moss geführt. Auch dessen Bezüge als Spitzen-Manager hatten Kritik ausgelöst. Am Freitag notierten Aviva-Aktien gegen den Markttrend in London 2,8 Prozent im Plus.

Von

rtr

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