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19.09.2011

13:41 Uhr

Bundesbank stellt fest

Überschuss bei gesetzlichen Krankenkassen

Nach der aktuellen Prognose der Bundesbank gibt es einen überraschend hohen Überschuss bei den gesetzlichen Krankenkassen. Es dürfte sich dabei allerdings nicht um eine langfristige Entwicklung handeln.

Rabatte und niedrige Festbeträge haben die Ausgaben gesenkt. dpa

Rabatte und niedrige Festbeträge haben die Ausgaben gesenkt.

BerlinDie gesetzliche Krankenversicherung wird in diesem Jahr nach Prognose der Bundesbank einen überraschend hohen Überschuss erzielen. Dieser dürfte „deutlich über den im Herbst 2010 erwarteten Wert von gut drei Milliarden Euro hinausgehen“, schrieb sie in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. „Der größte Teil entfällt voraussichtlich auf den Gesundheitsfonds.“ Dieser speist sich aus Beitragseinnahmen und Steuerzuschüssen, die wegen der steigenden Beschäftigung und höherer Löhne deutlich zulegten. Die Krankenkassen erhalten aus dem Fonds nach einem festgelegten Schlüssel ihr Geld.

Das gute Ergebnis lässt sich der Bundesbank zufolge aber nicht wiederholen. „Im kommenden Jahr wird sich die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung verschlechtern.“ Ein Grund dafür sind sinkende Zuweisungen aus dem Bundeshaushalt: Sie dürfen ab 2012 maximal 14 Milliarden Euro betragen, während es in diesem Jahr noch fast 15,5 Milliarden Euro seien. „Außerdem wird die Ausgabendynamik bei den Arzneimitteln kaum noch durch die seit August letzten Jahren wirksamen Ad-hoc-Maßnahmen gebremst“, schrieb die Bundesbank. „Zugleich dürften die Ausgaben in der Summe schneller steigen als die beitragspflichtigen Einkommen.“ Höhere Herstellerrabatte und niedrigere Festbeträge hatten die Ausgaben der Krankenkassen im zweiten Quartal um acht Prozent schrumpfen lassen. Dagegen wurde für die ambulante (+3,5%) und stationäre (+4%) Behandlung mehr ausgegeben, ebenso für Krankengeld (+7,5%).

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.09.2011, 13:42 Uhr

Es hat schon einen eigenarigen Geschmack wenn die deutsche Bundesbank solche Zahlen veröffentlicht und nicht der Dachverband der Krankenkassen. Wenn es um´s jammern geht, melden sich a l l e Krankenkassen einschließlich des Dachverbandes!
Welch ein Armutszeugnis und kaum einer meldet sich. (Gewerkschaften, Personalräte, Betriebsräte oder gar die sogenannten Volksparteien).

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