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29.06.2012

16:18 Uhr

Dank guter Finanzlage

KKH-Allianz schließt Zusatzbeiträge aus

Noch bis Ende Februar mussten Kunden der KKH-Allianz monatlich einen Sonderbeitrag von acht Euro entrichten. Die zuletzt gestiegenen Überschüsse machen den Zusatzbeitrag nun überflüssig - mindestens bis 2014.

Bis 2014 müssen die Kunden der KKH-Allianz keinen Zusatzbeitrag befürchten. dpa

Bis 2014 müssen die Kunden der KKH-Allianz keinen Zusatzbeitrag befürchten.

HannoverDie Krankenkasse KKH-Allianz, die zu den zehn größten in Deutschland gehört, schließt bis 2014 einen Zusatzbeitrag für ihre knapp 1,8 Millionen Versicherten aus. „Wir konnten dieses unsägliche Thema jetzt schnell beenden“, sagte Vorstandschef Ingo Kailuweit am Freitag bei der Vorstellung der Bilanz 2011 in Hannover. Bis Ende Februar hatte das Unternehmen noch einen Sonderbeitrag von monatlich acht Euro erhoben. Dies sei angesichts der guten eigenen Finanzlage nun nicht mehr nötig.

Der Überschuss der KKH-Allianz wuchs im vergangenen Jahr deutlich von 6 Millionen (2010) auf 140 Millionen Euro. Während die Ausgaben der Kasse um 4,4 Prozent auf insgesamt 4,64 Milliarden Euro zunahmen, erhöhten sich ihre Einnahmen um 7,4 Prozent auf 4,78 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2012 lag das Plus bei etwa 30 Millionen Euro.

In der Debatte um Rückerstattungen aus dem milliardenschweren Finanzpolster der gesetzlichen Krankenkassen verlangte Vorstandschef Kailuweit eine Abkehr vom staatlichen Gesundheitsfonds. „Könnten die Kassen die Beitragssätze wieder eigenverantwortlich festsetzen, wären die Überschüsse längst an die Versicherten zurückgeflossen“, sagte er. „Das jetzige System ist zu stark reglementiert und völlig fehlplatziert.“

Von

dpa

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