Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.11.2015

11:06 Uhr

Deutsches Versicherungsgeschäft schwächelt

Talanx streicht mehr als 600 Stellen

Talanx will mit einem Stellenabbau die Kosten in seinem deutschen Privatkundengeschäft senken. Bis 2020 fallen rund 600 Jobs der Tochter HDI weg. Das Ende der Fahnenstange ist damit aber längst noch nicht erreicht.

Der Versicherungskonzern will in den kommenden Jahren rund 600 Jobs streichen. dpa

Talanx

Der Versicherungskonzern will in den kommenden Jahren rund 600 Jobs streichen.

FrankfurtDer Versicherungskonzern Talanx will in Deutschland bis 2020 mehr als 600 Stellen streichen. Damit fällt im renditeschwachen Privat- und Firmen-Versicherungsgeschäft im Inland mindestens jeder achte der 5000 Arbeitsplätze weg. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat hätten begonnen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hannover mit.

Von den Streichungen betroffen sind die Mitarbeiter der HDI Kundenservice AG, in der die Lebens- und Sachversicherungssparte zusammengefasst sind. Ein Stellenabbau in der HDI Vertriebs AG kommt noch hinzu: Wie viele der dort angestellten Außendienstler, Vertriebsbetreuer und Marketing-Experten gehen müssen, soll im ersten Quartal feststehen.

Talanx: HDI-Mutter enttäuscht die Börse

Talanx

HDI-Mutter enttäuscht die Börse

Die Talanx verbucht im dritten Quartal höhere Gewinne als im vergangenen Jahr. Doch hohe Umbaukosten und die Explosion in Tianjin drücken auf das Ergebnis des norddeutschen Versicherungskonzerns. Die Aktie sackt ab.

Erste Ergebnisse der Gespräche mit den Arbeitnehmern seien im Frühsommer zu erwarten, teilte Talanx mit. „Alle Beteiligten eint der Wille, das deutsche Lebensversicherungsgeschäft sowie das Schaden/Unfallgeschäft nachhaltig wettbewerbsfähiger zu machen“, sagte der für das Deutschland-Geschäft zuständige Vorstand Jan Wicke. „Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern arbeiten wir nun an einer möglichst sozialverträglichen Umsetzung.“

Talanx hatte bereits im dritten Quartal 70 Millionen Euro unter anderem für den Umbau des Deutschland-Geschäfts zurückgestellt. „Automatisierung und Digitalisierung führt eben dazu, dass man weniger Hände braucht“, hatte Vorstandschef Herbert Haas vor zwei Wochen gesagt. Konkrete Zahlen hatte er damals noch nicht genannt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir auf harte Maßnahmen wie betriebsbedingte Kündigungen verzichten können und dass wir das über normale Fluktuation abarbeiten können“, sagte er aber.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×