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Diebstahl in Deutschland

Weniger Einbrüche, große Angst

Die Einbruchzahlen sind zurückgegangen, aber immer noch höher als vor fünf Jahren. Der psychische Schaden ist groß, der finanzielle kann mithilfe von Hausratversicherungen eingedämmt werden. Doch die werden immer teurer.

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Seit zehn Jahren ist die Zahl der Wohnungseinbrüche zum ersten Mal gesunken. Im Jahr 2016 gab es „nur“ 140.000 versicherte Wohnungseinbrüche – ein Rückgang von 12,5 Prozent. Dennoch gibt es heute mehr Einbrüche als vor fünf oder zehn Jahren. Quelle: Studien und Umfragen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft dpa

Wohnungseinbruch

Seit zehn Jahren ist die Zahl der Wohnungseinbrüche zum ersten Mal gesunken. Im Jahr 2016 gab es „nur“ 140.000 versicherte Wohnungseinbrüche – ein Rückgang von 12,5 Prozent. Dennoch gibt es heute mehr Einbrüche als vor fünf oder zehn Jahren.

Quelle: Studien und Umfragen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft

Bild: dpa

Satte 470 Millionen Euro zahlten die Hausratversicherer ihren Kunden im vergangenen Jahr für Schäden durch Einbruch. dpa

Hausratversicherer

Satte 470 Millionen Euro zahlten die Hausratversicherer ihren Kunden im vergangenen Jahr für Schäden durch Einbruch.

Bild: dpa

Im Schnitt kostete ein Wohnungseinbruch im vergangenen Jahr 3250 Euro – denn vor allem technische Geräte und Bargeld sind beliebt bei Einbrechern. dpa

Ein Wohnungseinbruch ist teuer

Im Schnitt kostete ein Wohnungseinbruch im vergangenen Jahr 3250 Euro – denn vor allem technische Geräte und Bargeld sind beliebt bei Einbrechern.

Bild: dpa

Jeder dritte Deutsche hat Angst vor Einbrüchen – besonders Frauen haben Angst, dass ein Einbrecher bei ihnen ins Haus steigt. Rund 41 Prozent der befragten Frauen fürchten sich vor einem Einbruch. Gerade wegen dieser Ängste wollen sich die Menschen durch Rollläden und Bewegungsmelder schützen, wirklich hilfreich sind aber andere Schutzmechanismen. dpa

Große Angst

Jeder dritte Deutsche hat Angst vor Einbrüchen – besonders Frauen haben Angst, dass ein Einbrecher bei ihnen ins Haus steigt. Rund 41 Prozent der befragten Frauen fürchten sich vor einem Einbruch. Gerade wegen dieser Ängste wollen sich die Menschen durch Rollläden und Bewegungsmelder schützen, wirklich hilfreich sind aber andere Schutzmechanismen.

Bild: dpa

Vor allem Mieter wollen nicht in fremdes Eigentum investieren und vernachlässigen deswegen Einbruchssicherungen. 44 Prozent der Befragten Mieter haben an, dies nicht tun zu wollen – 14 Prozent der Vermieter übernehmen die Kosten allerdings nicht. dpa

Unterschiede zwischen Mieter und Eigentümer

Vor allem Mieter wollen nicht in fremdes Eigentum investieren und vernachlässigen deswegen Einbruchssicherungen. 44 Prozent der Befragten Mieter haben an, dies nicht tun zu wollen – 14 Prozent der Vermieter übernehmen die Kosten allerdings nicht.

Bild: dpa

Einen hundertprozentigen Schutz gegen Einbrüche gibt es nicht. Im Fall der Fälle hilft aber eine Hausratversicherung. Doch Hausratversicherungen werden immer teurer, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Check24 zeigt. dpa

Hausratversicherungen helfen

Einen hundertprozentigen Schutz gegen Einbrüche gibt es nicht. Im Fall der Fälle hilft aber eine Hausratversicherung. Doch Hausratversicherungen werden immer teurer, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Check24 zeigt.

Bild: dpa

Je nach Stadt variieren die Kosten zum Teil stark. In Hamburg zum Beispiel zahlt ein Bewohner für eine Wohnungsgröße von 68 Quadratmetern 1,05 Euro pro Quadratmeter für seine Hausratsversicherung, absolut also 72 Euro im Jahr. Damit liegt die norddeutsche Metropole auf Platz drei der Städte mit der teuersten Hausratsversicherung. 2015 wurden in Hamburg laut Bundeskriminalamt 511 Einbrüche je 100.000 Einwohner gemeldet. Quelle: Check24 dpa

Platz 3: Hamburg

Je nach Stadt variieren die Kosten zum Teil stark. In Hamburg zum Beispiel zahlt ein Bewohner für eine Wohnungsgröße von 68 Quadratmetern 1,05 Euro pro Quadratmeter für seine Hausratsversicherung, absolut also 72 Euro im Jahr. Damit liegt die norddeutsche Metropole auf Platz drei der Städte mit der teuersten Hausratsversicherung. 2015 wurden in Hamburg laut Bundeskriminalamt 511 Einbrüche je 100.000 Einwohner gemeldet.

Quelle: Check24

Bild: dpa

Genauso viel zahlt man in Berlin. In der Hauptstadt wurden aber weniger Einbrüche pro 100.000 Einwohner gemeldet, nämlich 341. dpa

Platz 2: Berlin

Genauso viel zahlt man in Berlin. In der Hauptstadt wurden aber weniger Einbrüche pro 100.000 Einwohner gemeldet, nämlich 341.

Bild: dpa

Am meisten zahlen Bewohner in Bremen für eine Hausratversicherung, nämlich für eine Wohnung von 76 Quadratmetern 1,09 Euro pro Quadratmeter und damit insgesamt 83 Euro im Jahr. In Bremen wurden allerdings 2015 auch die meisten Einbrüche gemeldet: 535 pro 100.000 Einwohner. Deutlich weniger sind es in einem anderen Bundesland. dpa

Platz 1: Bremen

Am meisten zahlen Bewohner in Bremen für eine Hausratversicherung, nämlich für eine Wohnung von 76 Quadratmetern 1,09 Euro pro Quadratmeter und damit insgesamt 83 Euro im Jahr. In Bremen wurden allerdings 2015 auch die meisten Einbrüche gemeldet: 535 pro 100.000 Einwohner. Deutlich weniger sind es in einem anderen Bundesland.

Bild: dpa

Doch es gibt auch günstige Orte zum Wohnen, was die Hausratsversichrungen angeht. Baden-Württemberg ist zum Beispiel. Für eine Wohnungsgröße von 90 Quadratmetern zahlen Bewohner jährlich nur 64 Euro, also 0,71 Euro pro Quadratmeter. In Baden-Württemberg gab es 2015 auch weniger Einbrüche: 114 wurden pro 100.000 Einwohner gemeldet. dpa

Platz 3: Baden-Württemberg

Doch es gibt auch günstige Orte zum Wohnen, was die Hausratsversichrungen angeht. Baden-Württemberg ist zum Beispiel. Für eine Wohnungsgröße von 90 Quadratmetern zahlen Bewohner jährlich nur 64 Euro, also 0,71 Euro pro Quadratmeter. In Baden-Württemberg gab es 2015 auch weniger Einbrüche: 114 wurden pro 100.000 Einwohner gemeldet.

Bild: dpa

In Thüringen und im Saarland bezahlen Bewohner am wenigsten: 70 Cent pro Quadratmeter, bei einer Wohnungsgröße von 100 Quadratmetern also 70 Euro im Jahr. Im Saarland wurden 246 Einbrüche pro 100.000 Einwohner gemeldet, in Thüringen nur 69. dpa

Platz 2 und 1: Saarland und Thüringen

In Thüringen und im Saarland bezahlen Bewohner am wenigsten: 70 Cent pro Quadratmeter, bei einer Wohnungsgröße von 100 Quadratmetern also 70 Euro im Jahr. Im Saarland wurden 246 Einbrüche pro 100.000 Einwohner gemeldet, in Thüringen nur 69.

Bild: dpa

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