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21.02.2013

12:07 Uhr

Dividende angehoben

Swiss Re steigert Gewinn um 60 Prozent

Der zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re hat einen Gewinnsprung hingelegt und die Erwartungen übertroffen. Die Dividende wurde angehoben und Anleger griffen bei der Aktie zu.

Zentrale der Swiss Re in Zürich. Der Rückversicherer hat 2012 einen Gewinnsprung geschafft. dpa

Zentrale der Swiss Re in Zürich. Der Rückversicherer hat 2012 einen Gewinnsprung geschafft.

ZürichDer Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat 2012 einen Gewinnsprung hingelegt und hebt die Dividende kräftig an. Die Versicherungsgeschäfte liefen gut und auch an den Finanzmärkten verdiente der Konzern kräftig. Die Nummer zwei der Branche - nach dem Konkurrenten Münchener Rück - konnte so die hohen Schadenzahlungen für den Hurrikan „Sandy“ im Schlussquartal mehr als wettmachen.

Unter dem Strich stand ein Reingewinn von 4,2 Milliarden Dollar, wie Swiss Re am Donnerstag mitteilte. Das ist ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zu 2011. Analysten hatten mit 3,65 Milliarden Dollar gerechnet. Geholfen hat dem Unternehmen aus Zürich auch, dass es rund eine Milliarde Dollar nicht mehr benötigte Schadenreserven auflösen konnte.

An die Aktionäre will Swiss Re insgesamt 7,50 Franken je Aktie ausschütten nach drei Franken im Vorjahr. Weil das für die AA-Bonitätsnote nötige Kapital um mehr als zehn Milliarden Dollar übertroffen wird, erhalten die Anteilseigner eine Sonderdividende von vier Franken. Finanzchef George Quinn verspricht zudem weiterhin attraktive Ausschüttungen. "Zunächst sind wir bestrebt, die ordentliche Dividende weiter zu erhöhen", sagte er. „Darüber hinaus wollen wir expandieren und attraktive Geschäftsgelegenheiten nutzen, die unseren Rentabilitätskriterien gerecht werden.“

Die zehn größten Versicherungskonzerne

Platz 10

Prudential plc (Großbritannien)

Der britische Versicherer mit Hauptsitz in London hat weltweit 20 Millionen Kunden. Künftig soll ein Schwerpunkt auf das asiatische Geschäft gelegt worden. 2010 kamen die Briten auf einen Umsatz von 73,6 Milliarden Dollar.

Platz 9

Munich Re (Deutschland)

Der größte deutsche Rückversicherer, der früher Münchener Rück hieß, sichert sich ebenfalls einen Platz unter den weltgrößten Versicherern. Zur Gesellschaft gehört unter anderem auch die Ergo Versicherungsgruppe. Die rund 47.000 Mitarbeiter des Konzerns haben 2010 auf einen Umsatz von 76,22 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Platz 8

Nippon Life Insurance Company (Japan)

Die Japaner mit Hauptsitz in Osaka sind nicht nur der größte Lebensversicherer ihres Landes, sondern gehören auch international zu den größten. Mit einem Umsatz von 78,57 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar im Jahr 2010 ist der Konzern locker in der Top 10.

Platz 7

Aviva (Großbritannien)

Weltweit hat der Konzern aus London 35 Millionen Kunden und rund 45.000 Mitarbeiter. Insgesamt kamen die Briten im Jahr 2010 auf einen Umsatz von 90,2 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 2,26 Milliarden Dollar.

Platz 6

UnitedHealth (USA)

Im Bereich der Krankenversicherung gehört das Unternehmen aus der Kleinstadt Minnetonka (Minnesota) zu den größten der Branche. Weltweit beschäftigt der Konzern 87.000 Mitarbeiter, die einen Umsatz von 94,15 Milliarden Dollar erwirtschaften.

Platz 5

American International Group (USA)

Die New Yorker waren lange der größte Erstversicherer der Welt. In der Finanzkrise mussten sie dann sogar mit Steuergeldern gerettet werden. 2010 haben die Amerikaner rund 104,4 Milliarden Dollar umgesetzt.

Platz 4

Assicurazioni Generali (Italien)

Schon Franz Kafka gehörte kurzzeitig zu den Angestellten des traditionsreichen Versicherers aus Triest. Die Italiener gehören bis heute zu den führenden Versicherungskonzernen weltweit, 2010 kamen sie auf einen Umsatz von 120,2 Milliarden Dollar.

Platz 3

Allianz (Deutschland)

Der größte deutsche Versicherungskonzern schafft den Sprung auf das Treppchen. Von München aus steuert der Konzern 151.338 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftete so einen Umsatz von 127,38 Milliarden Dollar im Jahr 2010.

Platz 2

Berkshire Hathaway (USA)

Mit dem schillernden Investor Warren Buffett an der Spitze, ist US-Beteiligungsgesellschaft vor allem im Versicherungsgeschäft tätig. Die Amerikaner gehören zu den profitabelsten Konzernen des Landes. 2010 wurde ein Umsatz von 136,18 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Platz 1

AXA (Frankreich)

Der größte Versicherungskonzern der Welt hat seinen Hauptsitz in Paris. Insgesamt verwalten die rund 103.000 Mitarbeiter ein Vermögen von 1,38 Billionen Dollar. Allein im Jahr 2010 wurde ein Umsatz von 162,2 Milliarden Dollar eingefahren.

An der Börse kamen die Zahlen und die Dividendenerhöhung gut an. Die Swiss Re-Aktien waren im Schweizer Leitindex mit einem Plus von rund zwei Prozent auf 75,15 Franken die einzigen Gewinner.

Operativ und an den Kapitalmärkten lief es gut: Swiss Re steigerte die Prämieneinnahmen um 15 Prozent auf 25,45 Milliarden Dollar. Die Sparte Sachversicherung arbeitete hochrentabel, obwohl Hurrikan "Sandy" im Schlussquartal mit rund 900 Millionen Dollar Kosten zu Buche schlug. Da ansonsten größere Schäden ausblieben, lagen die Schadenzahlungen trotz des Wirbelsturms unter den veranschlagten 1,3 Milliarden Dollar. Für dieses Jahr rechnet Swiss Re mit 1,8 Milliarden Dollar für Schäden und geht von einem Schadenkostensatz von 93 Prozent aus. 2012 waren es 83,1 Prozent. Bis zu einem Wert von 100 Prozent sind die Schäden und Verwaltungskosten durch Prämieneinnahmen gedeckt.

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