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01.06.2011

16:55 Uhr

Den Ersatzkassen, wie Marktführer GEK, geht es blendend. Quelle: dpa

Den Ersatzkassen, wie Marktführer GEK, geht es blendend.

BerlinDas Ergebnis zeige, dass die Finanzsituation der Ersatzkassen stabil sei, sagte der Chef des Ersatzkassenverbandes vdek, Thomas Ballast, in Berlin. Zum einem entfalteten die Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Arzneisektor Wirkung. Die Ausgaben seien hier in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 4,29 Prozent je Versichertem zurückgegangen. Aus Zusatzbeiträgen seien Einnahmen von 127 Millionen Euro erzielt worden.

Bei den Krankenhausbehandlungen stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahresquartal hingegen um fast sechs Prozent. Bei der ärztlichen Behandlung gab es eine Steigerung von 2,7 Prozent. Hier zeige sich, dass der Krankenhausbereich und der Arztsektor von Sparmaßnahmen der schwarz-gelben Regierung verschont geblieben seien, kritisierte Ballast.

Insgesamt gibt es sechs Ersatzkassen: Neben der Barmer GEK sind dies die Techniker Krankenkasse (TK), die DAK, die KKH-Allianz, die HEK und die hkk. Auch die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) hatten für das erste Quartal einen Überschuss von rund 627 Millionen Euro gemeldet.

Auch die Innungskrankenkassen (IKK) und die AOK vermeldeten einen Einnahmeüberschuss für die ersten drei Monate des laufenden Jahres - ohne einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern zu kassieren. Die fünf Innungskassen erwirtschafteten 120 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal, sagte eine IKK-Sprecherin der Nachrichtenagentur dapd.

Die Ortskrankenkassen erzielten einen Gewinn von rund 627 Millionen Euro, wie der AOK-Bundesverband bereits am Dienstag mitgeteilt hatte. Das dokumentiert nach Ansicht des stellvertretenden AOK-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Graalmann die finanzielle Stabilität der Ortskrankenkassen. Das gute Ergebnis sei auch hier unter anderem in den Rabattverträgen für Arzneimittel begründet.

Apotheker müssen Patienten, wenn mehrere Medikamente zur Behandlung zur Auswahl stehen, die Pillen aushändigen, mit deren Hersteller die jeweilige Kasse einen solchen Rabattvertrag hat. So sparen die Krankenkassen mehrere hundert Millionen Euro pro Jahr.

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