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07.03.2011

07:05 Uhr

Facebook nutzen

Buffett-Versicherer hängt Allianz und Ergo ab

VonThomas Schmitt

Soziale Netzwerke wie Facebook bieten auch Versicherern große Chance. In einer umfangreichen Studie wurde nun untersucht, welche Institut Facebook am besten für sich nutzt. Das Ergebnis: Die deutschen Vertreter werden abgehängt.

Facebook bietet Versicherern große Chancen. Quelle: Reuters

Facebook bietet Versicherern große Chancen.

Frankfurt

Amerikanische Versicherer nutzen Facebook wesentlich besser. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Social Media in der deutschen Versicherungsbranche", die von der Attensity Europe GmbH mit der Fachhochschule Kaiserslautern durchgeführt wurde. Es beständen deutliche Akzeptanz-Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika. Sowohl der zum Firmenimperium des Investors Warren Buffett gehörende Autoversicherer Geico als auch der Versicherer State Farm hätten eine größere Zustimmung und damit auch einen höheren Markenwert innerhalb des Netzwerks Facebook, als alle deutschen Versicherungen zusammen.

Die Größe der jeweiligen Märkte spiele dabei sicherlich eine Rolle, könne diesen Unterschied jedoch nicht vollständig erklären, heißt weiter in dem 23 Seiten starken Zwischenbericht der Studie. Es werde offensichtlich, dass die amerikanischen Vergleichsunternehmen ihre Art und Weise des Kundenkontaktes an die entsprechenden Social Media angepasst hätten. Auf Facebook betrieben sie mehrheitlich integrierte Subportale. Darauf seien Informationen zu finden, die auf die Zielgruppe zugeschnitten seien, also spezielle Werbung, Sport-Sponsoring, besondere Ereignisse und die Möglichkeit zum Dialog.

Innerhalb der Versicherungsbranche in Deutschland hätten nur die Allianz SE, die R+V Versicherung AG und die Munich-Re-Tochter Ergo Zustimmungen von mehr als 1000 Mitgliedern erfahren, alle anderen Versicherer seien auf Facebook praktisch nicht aktiv vertreten. Für den Großteil der deutschen Versicherer bestehe erhebliches Nachholpotenzial innerhalb dieses sozialen Netzwerkes. Der Anschluss zu internationalen Wettbewerbern sei unter Umständen schon verloren. Innerhalb eines EU-weiten Binnenmarktes erscheine dies problematisch für das weitere Wachstum der deutschen Versicherungsbranche.

Kommentare (1)

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Rechtsschutz

07.03.2011, 11:30 Uhr

Schlecht recherchiert von der FH Kaiserslautern. Die D.A.S. Versicherung ist sehr wohl - erfolgreich - in Social Media unterwegs: Siehe auch https://www.facebook.com/DASRechtsschutz

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