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12.08.2013

08:53 Uhr

Falschberatung in Österreich

Versicherer Swiss legt AWD-Rechtsstreit bei

Systematische Falschberatung wurde dem Vermittler AWD vorgeworfen. Nun legt der Versicherer Swiss Life den Streit bei und zahlt für das Tochterunternehmen einen Millionenbetrag an Schadenersatz.

Im Zuge des Skandals wurde AWD in Swiss Life Select umbenannt. dapd

Im Zuge des Skandals wurde AWD in Swiss Life Select umbenannt.

ZürichMit der Zahlung von elf Millionen Euro hat der Schweizer Versicherer Swiss Life einen Rechtsstreit wegen Falschberatung in Österreich beilegt. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte der Swiss-Life-Tochter AWD systematische Fehlberatung im Zusammenhang mit Immofinanz-Aktien vorgeworfen und vor Gericht auf Schadenersatz von 40 Millionen Euro geklagt. Mit dem Vergleich seien alle Ansprüche abschließend abgegolten, teilte Swiss Life am Montag mit.

Der Schweizer Konzern hatte AWD 2008 für 1,2 Milliarden Euro übernommen. Die hohen Erwartungen konnte der deutsche Finanzmakler jedoch nie erfüllen. 2012 zog Swiss Life einen Schlussstrich unter das unrühmliche Kapitel und schrieb fast 600 Millionen Franken auf den Unternehmenswert von AWD ab. Die Tochter wurde drastisch verkleinert und inzwischen in Swiss Life Select umbenannt.

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Die heutige Swiss Life Select-Organisation sei nicht mehr mit dem früheren AWD-Strukturvertrieb vergleichbar, erklärte VKI-Geschäftsführer Josef Kubitscheck. Von den elf Millionen Euro gehen sieben Millionen an Anleger, der Rest dient der Deckung von Prozesskosten.

Von

rtr

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