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06.10.2011

16:41 Uhr

Finanzkrise

Allianz lässt sich von Turbulenzen nicht beeindrucken

Trotz Turbulenzen an den Finanzmärkten: Der Versicherer Allianz hält an seinen Gewinnzielen fest. Das liegt auch daran, dass der Konzern in angeschlagenen EU-Ländern nur sehr begrenzt engagiert ist.

Der Vorstandsvorsitzende der Allianz SE, Michael Diekmann. dapd

Der Vorstandsvorsitzende der Allianz SE, Michael Diekmann.

London/MünchenEuropas größter Versicherer Allianz hält trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten an seinem Gewinnziel für das laufende Jahr fest. Der operative Gewinn werde in diesem Jahr voraussichtlich in der Spanne von 7,5 Milliarden bis 8,5 Milliarden Euro liegen, heißt es in einer Präsentation von Allianz-Chef Michael Diekmann zu einer Analystenveranstaltung am Donnerstag in London. 2010 waren es 8,2 Milliarden Euro. Der Großteil des Gewinns werde erneut aus dem Kerngeschäft Schaden- und Unfallversicherung kommen.

Im Verhältnis zu ihren jeweiligen Zielen seien aber die Sparten Lebens- und Krankenversicherung sowie die Vermögensverwaltung nach dem ersten Halbjahr besser gelaufen. Details zum dritten Quartal will Europas größter Versicherer erst im November veröffentlichen. Experten gehen davon aus, dass es durch die Marktverwerfungen spürbare Ergebnisbelastungen geben dürfte.

In Staatsanleihen der hochverschuldeten EU-Staaten habe der Konzern nur begrenzt Geld angelegt, so Diekmann. Zur Jahresmitte hielt die Allianz demnach Staatsanleihen aus Griechenland, Portugal, Irland und Spanien - den sogenannten PIGS-Staaten - von 7,3 Milliarden Euro. Dies entspreche 1,6 Prozent der gesamten Finanzanlagen des Konzerns. Der Löwenanteil entfalle mit 5,1 Milliarden Euro auf Spanien, für Griechenland nennt die Allianz eine Summe von 782 Millionen Euro. Rechnet man die Anleihen des ebenfalls hochverschuldeten Italien hinzu, steigt das Allianz-Engagement in den PIIGS-Staaten genannten Ländern allerdings auf 36,4 Milliarden Euro. Darin waren zum Stichtag unrealisierte Verluste von 1,4 Milliarden Euro enthalten.


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