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22.07.2015

12:34 Uhr

Fitch Ratings

Finanzkraft großer Rückversicherer stärker als bisher

Größe, Risikoverteilung, Finanzkraft – bei den großen Rückversicherern stimmen die Fundamentaldaten. Darum hebt die Ratingagentur Fitch die Bewertung mehrerer Unternehmen. Nur die Nummer 3 auf dem Weltmarkt fällt zurück.

Das Finanzstärke-Rating des Rückversicherers Munich Re stieg von „AA“ auf „AA+“. dpa

Finanzstarke Branche

Das Finanzstärke-Rating des Rückversicherers Munich Re stieg von „AA“ auf „AA+“.

FrankfurtDie Ratingagentur Fitch beurteilt die Finanzkraft der beiden weltgrößten Rückversicherer optimistischer als bisher. Das Finanzstärke-Rating der Münchener Rück wurde in der Nacht zum Mittwoch auf „AA“ von „AA+“ angehoben, wie Fitch mitteilte. Das ist die drittbeste Bonitätsnote auf der Skala. Eine Stufe dahinter liegt weiterhin Swiss Re, deren Finanzkraft nun mit „AA-“ statt mit „A+“ bewertet wird. Beide gehörten zu einer kleinen Gruppe von Rückversicherern, die sich aufgrund ihrer Größe, Risikoverteilung und Finanzkraft das qualitativ beste Geschäft auf dem Markt aussuchen könnten. „Damit dürften sie dem Preisabrieb am besten widerstehen können, der aus den verschiedensten Bereichen der Rückversicherung gemeldet wird“, schrieben die Experten von Fitch.

Das langfristige Ausfallrating für beide Rückversicherer liegt künftig jeweils eine Note unterhalb des Finanzstärke-Ratings. Das liegt nach Angaben der Ratingagentur daran, dass die Kunden in den meisten Ländern im Fall einer Pleite vorrangig bedient würden.

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Die Munich Re – der weltgrößte Rückversicherer – hat harte Zeiten vor sich. Schuld daran ist nicht nur der niedrige Zinssatz. Doch der Konzern ist vorbereitet. Ein detaillierter Blick in die Bilanz.

Hannover Rück, die Nummer drei auf dem globalen Markt, muss künftig mit einem etwas schlechteren Ausfallrating leben. Fitch stuft sie nun mit „A+“ statt mit „AA-“ ein. Das Finanzstärke-Rating bleibt bei „AA-“. Die niedrigen Zinsen und der verschärfte Wettbewerb vor allem im Sach-Geschäft seien eine Herausforderung für die Rückversicherungsbranche insgesamt. Das breit gestreute Geschäft und die vorsichtige Zeichnungspolitik machten Hannover Rück aber recht widerstandsfähig, auch wenn der Preisverfall weitergehe.

Eine Hochstufung sei für alle drei Rückversicherer in nächster Zeit unwahrscheinlich, erklärte Fitch.

Bilanz 2013: Naturkatastrophen richten Millionenschäden an

Weniger Schäden...

Die durch Naturkatastrophen, Unglücke und Unfälle verursachten Kosten sind 2013 nach Angaben des Rückversicherers Swiss Re wieder gesunken. Der wirtschaftliche Gesamtschaden lag nach einer vorläufigen Studie bei 130 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Drittel weniger als 2012, dem drittteuersten Schadensjahr in der Geschichte. Versichert waren allerdings nur 44 Milliarden Dollar.

... aber mehr Tote

Die Zahl der Todesopfer durch Katastrophen stieg 2013 allerdings deutlich: Die Katastrophen forderten insgesamt etwa 25.000 Menschenleben, im Vorjahr waren es rund 14.000. Vor allem der Taifun Haiyan auf den Philippinen kostete viele Menschenleben.

Überflutungen in Europa...

Mehrere Überflutungen verursachten hohe Schäden. Die Überschwemmungen in weiten Teilen Zentral- und Osteuropas im Juni etwa schlugen mit 18 Milliarden Dollar zu Buche, wovon die Versicherungsbranche 4 Milliarden Dollar trug. Nach Einschätzung der Swiss Re handelt es sich um die teuerste Katastrophe des Jahres 2013.

... und im Rest der Welt

Auch in der kanadischen Provinz Alberta traten Wasser über die Ufer und verursachten 2 Milliarden Dollar Versicherungsschäden – Platz 3 in der Swiss-Re-Statistik. Auch in Australien, Indien, China, Indonesien, im südlichen Afrika und in Argentinien kam es 2013 zu schweren Regenfällen und Überflutungen.

Hagel und Stürme in Europa

Diverse Stürme richteten in Europa schwere Schäden an. So fegte der Hagelsturm Andreas im Juli über Deutschland und Frankreich hinweg, die versicherten Schäden beziffert die Swiss Re auf 3,8 Milliarden Dollar – die zweitteuerste Katastrophe des Jahres. Sturmtief Christian richtete in Zentral- und Nordeuropa Versicherungsschäden von mehr als 2,7 Milliarden Dollar an (1,4 Milliarden Dollar Versicherungsschaden). Auch der Anfang Dezember tobende Orkan Xaver war teuer: mehr als 1,4 Milliarde Dollar versicherte Schäden.

Milde Hurrikan-Saison

Die Hurrikan-Saison in den USA fiel 2013 vergleichsweise mild aus, dafür kann es im Frühling und Herbst zu schweren Gewittern und Tornados. Die Schäden summieren sich auf mehrere Milliarden Dollar.

Von

rtr

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