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08.12.2011

09:41 Uhr

Flutkatastrophe

Thailand kommt Munich Re teuer zu stehen

Wegen der Flutkatastrophe in Thailand rechnet die Munich Re mit Belastungen von 500 Millionen Euro. Der Konkurrent Swiss Re geht von einer etwas geringeren Summe aus.

Die Munich Re rechnet wegen der Flut in Thailand mit 500 Millionen Euro Belastungen. dpa

Die Munich Re rechnet wegen der Flut in Thailand mit 500 Millionen Euro Belastungen.

MünchenDie Überschwemmungen in Thailand kommen auch die Münchener Rück teuer zu stehen. Der weltgrößte Rückversicherer teilte am Donnerstag mit, von einer eigenen Belastung von rund 500 Millionen Euro vor Steuern auszugehen. Der Schweizer Erzrivale Swiss Re rechnet mit 600 Millionen Dollar, umgerechnet also etwa weniger. Die viel kleinere Hannover Rück als Nummer drei der Branche erwartet laut Vorstandschef Ulrich Wallin eine Belastung von 100 Millionen Euro oder etwas mehr.

Das Hochwasser in Thailand, das seinen Höhepunkt im Oktober und November hatte, ist die teuerste Naturkatastrophe des Landes. Etwa 600 Menschen verloren ihr Leben. Hunderttausende Häuser und riesige landwirtschaftliche Flächen waren betroffen. Auch sieben große Industriegebiete mit Fabriken, insbesondere japanischer Unternehmen, wurden überschwemmt, was es für die Versicherer besonders teuer macht. Denn Thailand spielt mittlerweile in vielen Branchen ein wichtige Rolle, Hochwasser kann da schnell die komplexen Zuliefererketten unterbrechen und enorme Schäden verursachen. So war beispielsweise die Produktion rund eines Viertels der weltweit benötigten Komponenten für Computer-Festplatten durch die Wassermassen beeinträchtigt.

Die Münchener Rück betonte, dass die Schätzung noch mit Unsicherheiten behaftet sei, weil das Wasser in manchen Teilen des Landes noch immer nicht abgeflossen sei. „Eine Schadenschätzung in den besonders betroffenen Industriegebieten rund um Bangkok ist daher nach wie vor schwierig.“ Der Dax-Konzern wollte sich dementsprechend nicht zu den gesamten Lasten für die Branche äußern. Die Swiss Re geht hier von acht bis elf Milliarden Dollar aus.

Und das in einem Jahr, das der Branche bereit Belastungen in Rekordhöhe gebracht hat. Hauptverantwortlich dafür waren die verheerenden Erdbeben in Japan und Neuseeland zu Jahresbeginn. Aber auch die Überschwemmungen in der australischen Metropole Brisbane und Hurrikan „Irene“ an der US-Ostküste sorgten für beträchtliche Zerstörungen.

Die ursprünglichen Gewinnerwartungen hat in diesem Umfeld, zumal auch die Kapitalmärkte Belastungen brachten, kein Konzern halten können. Die Münchener Rück bekräftigte aber trotz der Thailand-Schäden zumindest ihre jüngste Prognose, im Gesamtjahr 2011 schwarze Zahlen schreiben zu wollen. Die Dividende soll zudem, obwohl der Gewinn gegenüber 2010 einbrechen wird, stabil bei 6,25 Euro je Aktie gehalten werden. Davon würden die Hauptinvestoren wie Warren Buffett profitieren.

Von

rtr

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