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16.03.2016

13:22 Uhr

Folge der EZB-Politik

Munich Re bunkert Bargeld und Gold im Tresor

Die Strafzinspolitik der Europäischen Zentralbank zeigt enorme Auswirkungen beim weltweit größten Rückversicherer. Für den scheidenden Chef ist „alles aus dem Ruder gelaufen“, jetzt müsse die Politik aktiv werden.

Verschiedene Euro-Schein-Bündel lagern im Tresor der Deutschen Bundesbank in Frankfurt. Doch nun will der weltgrößte Rückversicherer Munich Re aufgrund der Strafzinspolitik der EZB sein Bargeld in eigenen Tresor lagern. dpa

Geldbündel

Verschiedene Euro-Schein-Bündel lagern im Tresor der Deutschen Bundesbank in Frankfurt. Doch nun will der weltgrößte Rückversicherer Munich Re aufgrund der Strafzinspolitik der EZB sein Bargeld in eigenen Tresor lagern.

Die Munich Re sucht angesichts der Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) nach Alternativen bei der Kapitalanlage. Schon vor geraumer Zeit habe der weltgrößte Rückversicherer Gold in den Tresor gelegt, sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in München. Vor kurzem habe das Unternehmen zudem einen zweistelligen Millionenbetrag in bar gebunkert, sagte er. „Wir probieren das jetzt einfach mal aus. Daran sehen sie, wie ernst die Situation ist.“ Man müsse ausprobieren, wie die Geldeinlagerung im eigenen Haus funktioniere und ob sich dadurch Kosten sparen ließen.

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Am Dienstag tagt der Aufsichtsrat des Rückversicherers Munich Re, des Mutterkonzerns der Ergo-Versicherung. Vorstandschef von Bomhard scheint seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen. Die Nachfolgersuche läuft.

Die EZB verlangt für Geld, das Banken über Nacht bei ihr parken, inzwischen einen Strafzins von 0,4 Prozent. Anfang März war bekanntgeworden, dass mehrere Sparkassen darüber nachdenken, überschüssige Kundeneinlagen künftig im eigenen Tresor zu lagern, um die Strafzinsen für die Geldaufbewahrung bei der EZB zu vermeiden. Bisher handele es sich aber nur um ein theoretisches Szenario, hieß es.

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