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30.08.2013

10:26 Uhr

Freitod

Zurich-Manager belastet Ackermann in Abschiedsbrief

Wegen des Selbstmords eines Managers hat Ex-Deutsche-Bank-Chef Ackermann seinen Aufsichtsposten bei der Versicherung Zurich niedergelegt. Das Opfer beschuldigt Ackermann in einem Brief, das Unternehmen will Aufklärung.

Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte am Donnerstag den Verwaltungsratsvorsitz bei der Zurich Insurance Group hingeworfen. Reuters

Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte am Donnerstag den Verwaltungsratsvorsitz bei der Zurich Insurance Group hingeworfen.

ZürichIn einem Abschiedsbrief hat der ehemalige Finanzchef der Zurich Insurance Group, Pierre Wauthier, Vorwürfe gegen Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erhoben. Das bestätigte der amtierende Verwaltungsratspräsident der Versicherung, Tom de Swaan. In dem Schreiben gehe es auch um das Verhältnis zwischen Wauthier und Ackermann.

„Wir sind informiert worden, dass ein solche Brief existiert und wir wissen um den Inhalt“, so de Swan wörtlich. „Es ist richtig, dass er sich auf das Verhältnis von Pierre Wauthier und Joe Ackermann bezieht. Es wäre unangemessen für mich, mehr dazu zu sagen.“

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Es ist sein wichtigster Posten, den Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann aufgibt: Chefaufseher beim Versicherungsriesen Zurich. Der Selbstmord eines Managers bringt ihn dazu. Doch es scheint auch andere Gründe zu geben.

Die Polizei hat keine Zweifel mehr, dass Wauthier Selbstmord begangen habe. Dies sei den Ermittlern von der zuständigen Gerichtsmedizin bestätigt worden, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Zug. Wauthier war am Montag tot in seiner Wohnung gefunden worden war. Es stünden zwar noch einige Resultate der chemischen und toxikologischen Untersuchung aus, „aber grundsätzlich wird sich daran nichts mehr ändern“, so ein Polizei-Sprecher.

Ackermann hatte am Donnerstag überraschend seinen Rücktritt als Verwaltungsratspräsident bei Zurich verkündet und das mit Vorwürfen der Familie Wauthiers gegen ihn begründet. „Der unerwartete Tod Pierre Wauthiers hat mich zutiefst erschüttert“, wurde Ackermann in einer Mitteilung zitiert. „Ich habe Grund zur Annahme, dass die Familie meint, ich solle meinen Teil der Verantwortung hierfür tragen, ungeachtet dessen, wie unbegründet dies objektiv betrachtet auch sein mag.“ Er sehe eine weitere erfolgreiche Führung des Verwaltungsrates in Frage gestellt.

Kommentare (67)

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pendler

30.08.2013, 10:24 Uhr

Das Pendel schlägt zurück und wird alle treffen, die es seit 9/11 übertrieben haben.

Und nun ist auch die Zeit gekommen, wo die wirklich Schuldigen an den Pranger kommen. Dass die ausführenden Bankster wie Ackermann & Co die Ursache von fast allem Übel ist, weiß fast jeder, auch dass die FED / CITY und besonders der Papst an der Dose der Pandora sitzen, ist auch bekannt. Aber nun endlich kann und darf man wohl auch Namen nennen.

Warum wohl ist der letzte Papst zurück getreten?
Bestimmt nicht, weil dort ein paar Parties für Schwule waren. Was das im Vatikan abgeht, hat selbst den Papst so erschüttert, dass er resignierte. Und das bei einem Mann, der aus der Schule der Inquisition kommt.

Aber der gestern (fast vollkommen- ) abgesagte Krieg gegen das wehrlose Syrien läßt hoffen, dass die Zeit der Falken beendet ist.

Account gelöscht!

30.08.2013, 10:29 Uhr

Das ganze könnte man als einen Rauswurf Erster Klasse interpretieren. Herr Ackermann hat ja einmal in einer ZDF- oder ARD-Doku offen und ehrlich gesagt, dass er sehr unangenehm werden könne.

Dostojewski

30.08.2013, 10:29 Uhr

Langsam kann man sich die Frage stellen, was hat der Mann nicht auf dem Gewissen.

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