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11.11.2013

06:30 Uhr

GDV-Präsident Erdland

Branchenverband sorgt sich um Image der Versicherer

ExklusivDie Adressaffäre bei der Debeka kann den Ruf der Versicherungsbranche ramponieren, fürchtet Verbandspräsident Alexander Erdland. Er fordert mehr Selbstkontrolle der Unternehmen. Fehlverhalten müsse Konsequenzen haben.

Der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland: „Jedem, der von der Norm abweicht, muss auf die Finger geklopft werden.“ Ridder für Handelsblatt

Der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland: „Jedem, der von der Norm abweicht, muss auf die Finger geklopft werden.“

FrankfurtDer Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland, sorgt sich in Folge des Debeka-Skandals um die Reputation der Branche und fordert mehr Selbstkontrolle der Unternehmen. Das Image der Branche werde durch die jüngsten Vorkommnisse nicht befördert. „Das muss uns ärgern und gleichzeitig anspornen, unsere Selbstheilungskräfte so zu intensivieren, dass Entgleisungen so schwierig wie möglich werden“, sagte Erdland in einem Interview mit dem Handelsblatt (Montagausgabe).

Erdland wollte sich zwar nicht konkret zur Debeka äußern. Er gestand aber ein: „Früher war die Sensibilität für gewisse Themen nicht immer so, wie man es heute erwartet.“ Gerade die Vorkommnisse bei der Debeka sprechen dafür, den neuen Kodex der Branche umzusetzen.

Das Handelsblatt hatte die Adressaffäre Anfang November aufgedeckt. Demnach haben Debeka-Angestellte jahrzehntelang bei Behördenmitarbeitern Adressen angehender Beamter erworben, um den neuen Staatsdienern Versicherungen zu verkaufen. Debeka betonte, dies sei nicht auf Weisung des Unternehmens geschehen, sondern das Wirken einzelner Mitarbeiter. Der Versicherer musste allerdings einräumen, dass es keine Sanktionen gegen diejenigen gab, die Adressen kauften.

Der GDV-Chef hält es hingegen für „richtig, wenn bei Fehlverhalten auch Konsequenzen gezogen werden“. „Jedem, der von der Norm abweicht, muss auf die Finger geklopft werden. Gleichzeitig müssen die schwarzen Schafe an den Pranger gestellt werden“, so Erdland.

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

11.11.2013, 07:58 Uhr

"Branchenverband sorgt sich um Image der Versicherer"

Wie man sich bettet, so liegt man.

Freidenker

11.11.2013, 08:18 Uhr

Hat der Mann keine Ahnung vom System in dem wir leben?!

Wir haben Wachstumszwang und somit eine Wirtschaft, die nur auf Egoismus und dem niederkonkurrieren Anderer besteht!!!!!! BZw. durch Absprachen den Markt aufteilt. Deswegen verkaufen sich die Versicherungen ja auch gegenseitig die Adressen! Die Debeka ist KEIN EINZELFALL! Als ich bei der Branche war, bei der Deutschen Beamtenversicherung, hatte diese von der Generali für 50TDM Adressen gekauft! Übrigens gehörte Debeka zu Quelle.

Junge junge, hier sondern Leute aber auch einen Müll ab und das HB macht sich mit solchen Artikeln echt lächerlich. Bei den Versicherungen gibt es auch sozialistische Wettbewerbe wie in der DDR :)

Ich als ehmaliger Aussendienstmitarbeiter kenne die Branche sehr gut. Da bekommt man sehr viel Druck von der Führungsetage, denn schliesslich muß der Konzern ja seine Aktionäre bedienen! Nicht nur der Aussendienstmitarbeiter wird permanent unter Druck gesetzt, auch der Geschäftsstellenleiter.

VERSICHERUNGEN SIND SCHNEEBALLSYSTEME!!!!!

Ausserdem müssen die Menschen, die in Papier und reine Versprechen investieren, ziemlich naiv und dumm sein!

Wer sein Leben mit sinnlosen Versicherungen total kontrollieren will, ist eh krank. Die meißten Versicherungen braucht kein Mensch. Unfälle laufen meißt glimpflich ab. Beurfsunfähigkeit bedeutet eh, den Kopf unter dem Arm zu tragen. Rechtsschutz gibts auch nur, wenn der Anwalt der Versicherung Aussicht auf Erfolg bestätigt. Das sind nur einige Beispiele von vielen.

Versicherungen nutzen einfach nur die Blödheit der Menschen aus und lohnen sich nur für den, der an der Spitze steht. Die Masse bezahlt einfach zu viel, wenn man mal die Inanspruchnahme der Versicherung im Vergleich zur Beitragszahlung gegenüberstellt.

Die Stiftung Warentest hatte da mal so schöne Beispielrechnungen. Und sie hat recht! Der Beitrag steht im Verhältnis zum eintretenden Versicherungsfall, den man sich auch oft noch erstreiten muß! in keinem vernünftigen Verhältnis.

Freidenker

11.11.2013, 08:44 Uhr

Ergänzung:

Sinnvoll sind nur wirklich wenige Versicherungen wie die Privathaftpflicht, gerade bei kleinen Kindern. Diese sind aber auch im Verhältnis zu den Schäden meißt nicht lebensnotwendig.

Versicherer sind Abzocker und genauso wie Banker unseriös. Wer vom Verkauf leben muß, wird immer andere betrügen!! Zumal die Gesellschaft, das System GELD ALS GÖTZE DARSTELLT!

Selbst eine Hausrat lohnt sich nur für wirklich wertvolles Inventar! Was Sinn macht sind Gebäudeversicherungen solange man einen Kredit hat.

Deutschland lebt in einer ziemlich ruhigen geografischen Lage. Und jeder ältere Hausbesitzer, zumindest im Westen der Republik, sollte ein gut gepolstertes Konto haben. Da er durch den hohen Verdienst die Möglichkeit dazu hat.

Von mir aus kann jeder gerne sein Geld zum Fenster hinaus werfen. Besonders Beamte, der ÖD, die auch noch bei den Versicherungen begünstigt werden. Während der Normale Bürger von vorne bis hinten betrogen wird. Deswegen bin ich auch bei dieser Branche schnell wieder ausgeschieden. Wer da nicht "aggressiv" jede unsinnige Versicherung verkauft, wird auf keinen grünen Zweig kommen. Geschweige denn Geld verdienen.

Normalerweise müsste der Staat naive Menschen vor Torheit schützen. Da aber die Politik bestens mit der Wirtschaft zusammen arbeitet und ebenfalls die Menschen plündert - siehe Riester - werden keine wirklichen Gesetze zum Schutz der Verbraucher gemacht. Und wer sein Recht bekommen will, muß genügend Kleingeld haben.
Dieses System begünstigt den Egoisten, während die sozial eingestellten auf der Strecke bleiben.

Und mit dem Wegfall der Grenzen in Europa hat man der kriminellen Wirtschaft erst richtig Tür und Tor geöffnet. Alles NUR zum Wohle des Kapitals! Die Menschen konnten auch ohne Euro reisen. Das "vereinigte Europa" deint einzig und alleine dem Großkapital! Versicherungen sind ein Teil davon.

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