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06.03.2014

16:31 Uhr

Grauer Kapitalmarkt

Erneute Razzia bei Infinus

ExklusivDie Staatsanwaltschaft Dresden hat erneut die Geschäftsräume des Finanzdienstleisters Infinus durchsucht. Dabei wurden Geldmittel sichergestellt. Vorstandschef Sonntag fürchtet die Insolvenz.

Sitz der Firmengruppe Infinus: Die Staatsanwaltschaft hat Fahrzeuge und Geldmittel sichergestellt. dpa

Sitz der Firmengruppe Infinus: Die Staatsanwaltschaft hat Fahrzeuge und Geldmittel sichergestellt.

DüsseldorfNach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden sind am Mittwoch Büros der „Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut“ in Freital bei Dresden durchsucht worden. Wie „Handelsblatt Live“ berichtet , wurden bei der Razzia unter anderem drei Fahrzeuge beschlagnahmt. Die Beamten stellten zudem die restlichen Geldmittel der Gesellschaft sicher. Laut Staatsanwaltschaft habe sie mit der Razzia vor allem Vermögenswerte sichern wollen. Festnahmen habe es nicht gegeben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die blaue Infinus 58 Millionen Euro Provisionen kassiert hat, die aus kriminellen Geschäften anderer Unternehmen der Gruppe stammen – und deshalb auch für den möglichen Betrugsschaden haftet.

Beschlagnahmte Vermögenswerte des Infinus-Chefs

Luxuskarossen

Im Ermittlungsverfahren wegen Betrugs wurden Vermögensgegenstände des Beschuldigten Jörg Biel, persönlich haftender Gesellschafter der Future Business KGaA gesichert. In der Liste Liste aus dem Bundesanzeiger fanden sich unter anderem einige Autos, etwa einen Bentley Continental GT (Wert: 129.500€), Porsche Cayenne Turbo (Wert: 63.650€) und drei Volvos.

Gold

Biel saß zwischenzeitlich in der Justizvollzugsanstalt Dresden in Untersuchungshaft. Im Sicherungsvermögen befinden sich auch 24 Goldbarren im damilgen Wert von 691 000€

Bargeld

Ausserdem wurde Bargeld in Höhe von 14 380€ sichergestellt.

Aktien

Und tausende Aktien in unterschiedlichen Stückelungen.

Armbanduhren

Die Liste zeigt auch 18 Luxusuhren, unter anderem von Lange & Söhne (Platin), Rolex Oyster Yacht Master und Daytona, Jaeger-Le-Coultre MasterControl. Auch Houte Couture-Ware von Gucci oder Cartier war dabei.

Motorboote

Die Staatsanwälte sicherten auch zwei Motorboote. Eine Frauscher Benaco 909 „Maurice" (Wert: 250 000€) und eine Atlantis 47 HT „Princess II" (Wert: unbekannt).

Das geht aus Unterlagen der Staatsanwaltschaft hervor, die dem Handelsblatt vorliegen. Um zu verhindern, dass noch vorhandene Gelder abgezogen werden, habe die Staatsanwaltschaft schließlich angeordnet, „werthaltige Gegenstände, insbesondere Fahrzeuge, hochwertige Büroausstattung und Bargeld“ zu beschlagnahmen.

Das Infinus Finanzdienstleistungsinstitut gerät damit in schwere Nöte. „Die Insolvenz droht. Wir besprechen uns momentan mit unseren Anwälten“, sagt der Vorstandschef der Infinus, Sven Sonntag, Handelsblatt Live.
Nach einer ersten Razzia im vergangenen November haben bislang 17 Unternehmen der Firmengruppe Insolvenz angemeldet, fünf der zehn Hauptverdächtigen sitzen seit Monaten in Untersuchungshaft. Der Verdacht der Staatsanwaltschaft Dresden: Die Manager sollen durch geschönte Bilanzen tausende Anleger um ihr Erspartes betrogen haben. Zudem befürchten die Ermittler ein Schneeballsystem. Forderungen alter Anleger können hierbei nur durch die Einzahlungen neuer Kunden beglichen werden.

Den Artikel in voller Länge mit allen Hintergründen und Details finden Sie in der digitalen Tageszeitung „Handelsblatt Live“.

Von

bog

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

06.03.2014, 17:08 Uhr

Wie hat man unter solchen Voraussetzungen bei dieser Firma Geld anlegen können, sagenhaft! Warum legen die Leute nicht ihr Geld an wo es am einfachsten, sichersten und renditstärksten ist!

Account gelöscht!

06.03.2014, 17:46 Uhr

der arme sonntag

Account gelöscht!

06.03.2014, 17:48 Uhr

weil man in DE gierig ist. Es ist nicht einfach mit anzusehen wie griechen in ihren häusern am meer wohnen und das leben genissen und man selbst in armut lebt.

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