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21.05.2015

15:47 Uhr

Großumbau bei Versicherung

Generali zieht von Köln nach München

VonOzan Demircan

Wenn Sie einer der 13,5 Millionen Kunden des Versicherers Generali sind, bekommen Sie bald Post. Denn die alte Generali wird es so nicht mehr geben: Das Unternehmen zieht um, streicht Stellen – und vielleicht auch Marken.

Bei der Generali bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Imago

Generali-Zentrale in Köln

Bei der Generali bleibt kaum ein Stein auf dem anderen.

KölnDeutschlands zweitgrößter Versicherer, die Generali Gruppe Deutschland, steht vor einem Radikalumbau. Die Konzernholding mit Sitz in Köln werde mit den Tochtergesellschaften Generali Versicherung und Generali Leben zur Generali Deutschland AG verschmelzen, berichtet das Handelsblatt. Neuer Sitz der Gesellschaft wird demnach München sein, wo auch der Marktführer Allianz seinen Sitz hat.

Versicherungskonzern: Radikalumbau bei Generali

Versicherungskonzern

Premium Radikalumbau bei Generali

Der Allianz-Rivale Generali richtet sich in Deutschland neu aus. Auch bekannte Marken wie Advocard und Badenia stehen auf dem Prüfstand. Das Topmanagement zieht von Köln nach München, die Führungsriege wird ausgedünnt.

Ziel des Umbaus ist es, bei der Verwaltung einzusparen und die Vertriebsstrukturen schlanker zu gestalten. Von den sieben Marken des Konzerns sollen Cosmos Direkt, Aachen Münchener und Generali definitiv erhalten bleiben. Die anderen vier – darunter der Krankenversicherer Central und der Rechtsschutzanbieter Advocard – stehen nach Handelsblatt-Informationen auf dem Prüfstand und könnten künftig unter der neuen Gesellschaft firmieren. Für die jeweiligen Kunden würde sich nichts ändern.

Das Umbauprogramm, das an diesem Donnerstagnachmittag vom Aufsichtsrat abgesegnet worden ist, dürfte mehrere hundert Mitarbeiter ihre Stellen kosten, darunter zahlreiche Führungskräfte. Von 34 Vorständen und Geschäftsführern des Konzerns dürften über zehn ihren Job verlieren.

Lesen Sie hier mehr Details zum Umbau des Generali-Konzerns.

Die Markenwelt der Generali Gruppe

AachenMünchener

Auch künftig soll der Erstversicherer eine wichtige Rolle in der Generali-Gruppe spielen. Die Gesellschaft ist unter anderem der zweitgrößte Lebensversicherer Deutschlands.

Advocard

Der von Manfred Krug verkörberte Anwalt Liebling („Liebling Kreuzberg“) warb für die Advocard. Die Marke könnte dem Konzernumbau bei Generali zum Opfer fallen.

Badenia

Vor allem als Bausparkasse ist die Badenia bekannt und hatte in der Vergangenheit schlechte Presse etwa wegen sogenannter Schrott-Immobilien.

Central

Die Central Krankenversicherung hat knapp 1,8 Millionen Versicherten und bringt Generali Beitragseinnahmen von rund 2,1 Milliarden Euro pro Jahr ein.

CosmosDirekt

Die Direkt-Versicherung ist recht erfolgreich und soll als Marke auch in Zukunft erhalten bleiben.

Dialog

Die Marke konzentriert sich auf Produkte wie Risiko-Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen. Die Tochter hat etwas über 100 Mitarbeiter und etwa 350.000 Kunden.

Envivas

Eine weitere Krankenversicherung unter dem Generali-Dach mit mehr als 1,2 Millionen Kunden.

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