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06.07.2011

07:10 Uhr

Handelsblatt Exklusiv

AOK und IKK fusionieren zur Einheitskasse

VonThomas Schmitt

Die Großfusion von drei gesetzlichen Krankenkassen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist fast perfekt

Die AOK sucht nach Partnern: Drei Krankenkassen fusionieren. Quelle: dpa

Die AOK sucht nach Partnern: Drei Krankenkassen fusionieren.

Die Verwaltungsräte der AOK Saarland und der AOK Rheinland-Pfalz haben das Projekt nach Informationen aus Unternehmenskreisen am Montag und Dienstag bereits abgesegnet. Am Donnerstag erwarten alle Seiten die Zustimmung der IKK Südwest. Damit entstünde die „Gesundheitskasse Südwest“: mit knapp 1,9 Millionen Versicherten, einem Haushaltsvolumen von fünf Milliarden Euro und gut 4500 Mitarbeitern.

Keine Rolle gespielt habe eine mögliche Haftung der IKK Südwest im Rahmen einer anderen Großfusion im Lager der Innungskrankenkassen (IKK), sagte Walter Bockemühl, Chef der AOK Rheinland-Pfalz, dem Handelsblatt. Bei einem Zusammenschluss von Vereinigte IKK und IKK Classic hafte der Partner der beiden AOKs im Südwesten höchstens mit 32 Millionen Euro für zwei Jahre. Das bedeute 16 Millionen Euro pro Jahr, was 0,3 Prozent des Haushaltsvolumens der neuen Südwest-Kasse entspreche.

Als Vorstandsvorsitzender der neuen Krankenkasse ist IKK-Südwest-Chef Frank Spaniol vorgesehen. „Nach den positiven Beschlüssen der Verwaltungsräte der AOK Saarland und der AOK Rheinland-Pfalz bin ich zuversichtlich, dass auch der Verwaltungsrat der IKK Südwest dieser wegweisenden Großfusion zustimmen wird“, sagte er dem Handelsblatt. Bundesweit einmalig sei sie sogar, weil erstmals drei Kassen aus verschiedenen Haftungsverbünden, der AOK und der IKK, miteinander fusionierten.

Kommentare (2)

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avshalom

06.07.2011, 08:21 Uhr

wer als mitglied der ikk südwest der fusion mit der aok entgegensieht, dem sträuben sich die haare ob der praktiken der aok, insbesondere deren umgang mit der bewilligung von hilfsmitteln (besonders deren versagung bei offenkundiger indikation). ich erwäge kassenwechsel.

D-P

06.07.2011, 16:06 Uhr

Darf sich eigentlich eine KRANKENKASSE (wobei das ja eine institutionelle Zuordnung ist) jetzt GESUNDHEITSKASSE nennen? Und zwar nicht nur im Werbezusatz, sondern im ganzen Namen. Das wäre doch so, als wenn sich ein Bestattungsinstitut plötzlich etwa als LEBENSBORN bezeichnen würde. Zumindest müsste die neue Vereinigung also als KRANKENKASSE GESUNDHEITSKASSE SÜDWEST firmieren. Oder? Einen besonders seriösen Eindruck macht das mal schon nicht - eher den von bewusstem Blendwerk.

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