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11.04.2011

08:57 Uhr

Handelsblatt Exklusiv

Günstigste Versicherungen zur Risikovorsorge

VonThomas Schmitt

Eine Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität im Auftrag des Handelsblatts sieht Asstel in drei von vier Kategorien vorn. Die Nürnberger hat bei der Berufsunfähigkeit die besten Angebote.

Verkehrsunfall in Hamburg Quelle: dpa

Verkehrsunfall in Hamburg

FrankfurtAsstel bietet vergleichsweise preiswerte Unfall-, Haftpflicht- und Risiko-Versicherungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Produktbewertung des Analysehauses Franke und Bornberg von 25 großen Vertreter- und Direktversicherern. Der Direktversicherer der Gothaer konnte im Service allerdings nicht überzeugen.

Hier ermittelte eine Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) im Auftrag des Handelsblatts die schlechteste Platzierung unter neun analysierten Direktversicherern. In der vierten, in der Studie betrachteten Versicherungsgattung, dem Schutz vor Berufsunfähigkeit, stellten die Analysten von Franke und Bornberg bei der Nürnberger die günstigsten Prämien fest.

+ + + Unfallversicherung + + +

In der Unfallversicherung setzten die Analysten das Produkt des Direktanbieters Asstel vor den Vertreter-Versicherer Zurich, die Gothaer, Huk25 und Cosmos Direkt. Im Vergleich zur Zurich hatte das Produkt der Asstel eine rund 25 Euro niedrigere Prämie. Den letzten Rang belegte die Allianz. Hauptmanko sei das niedrigste Produktrating im Vergleich sowie eine deutlich höhere Jahresprämie, die rund 140 Euro über dem günstigsten Angebot im Vergleich lag.

Insgesamt hätten mehr als 40 Prozent der Produkte ein schwaches oder sehr schwaches Rating, keines erhielt ein hervorragendes Rating. Bei den Prämien lag der teuerste Anbieter, die Nürnberger, mit 296,80 Euro beim Jahresbeitrag über fünf Mal so hoch wie der günstigste Versicherer, Cosmos Direkt, bei dem nur 57,85 Euro fällig wurden.

+ + + Haftpflichtversicherung + + +

In der Haftpflichtversicherung lautete die Reihenfolge in der Produktbewertung: Asstel, Gothaer, Zurich, Aachen Münchener und Europa. Das Einsparpotenzial bei den analysierten Versicherungen sei enorm, stellten die Tester fest.

Der teuerste Anbieter Allianz lag mit einer Prämie von 177,43 Euro über vier Mal über der günstigsten, die bei Debeka nur 41,53 Euro betrug. Dies zeige, dass Kunden ein günstiges Produkt erhalten können, ohne auf eine Beratung vor Ort verzichten zu müssen, urteilte die Autoren von DISQ.

+ + + Risiko-Lebensversicherung + + +

In der Risiko-Lebensversicherung setzte Franke und Bornberg Asstel, Direkte Leben, Axa, Huk24 und Ergo Direkt auf die ersten fünf Plätze. Das schlechteste Ergebnis habe Württembergische erzielt. In allen Teilbereichen sei der Versicherer mit dem bewerteten Tarif am teuersten gewesen. Die Jahresprämien für Männer waren beim teuersten Versicherer mit 69,86 Euro mindestens drei Mal so hoch wie beim günstigsten Unternehmen (21,50 Euro).

Bei Frauen betrug die Jahresprämie beim attraktivsten Angebot mit 13,51 Euro nur rund ein Drittel des teuersten Angebots (36,66 Euro).

+ + + Berufsunfähigkeitsversicherung + + + 

Unter den Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit stellten die Analysten die attraktivsten Angebote bei den großen Vertreter-Versicherungen fest. Die Nürnberger lag hier vor Axa und Allianz. Vierter wurde der Continentale-Direktversicherer Europa vor dem Vertriebspartner der DVAG, der Generali-Tochter Aachen Münchener. Ergo Direkt landete hier auf dem letzten Rang. Zwar sei das Produkt mit „gut“ geratet worden, allerdings seien die Prämien insgesamt die teuersten im Vergleich gewesen.

Die Analyse der berücksichtigten Berufsunfähigkeitsversicherungen habe beträchtliche Unterschiede bei den Jahresprämien aufgezeigt – und dies teilweise bei gleichen Produktratings. Ausgehend von den Bruttoprämien erbrachte die Wahl des günstigsten Angebots der Nürnberger (54,98 Euro) für Männer ein Sparpotenzial von 87,62 Euro im Vergleich zum teuersten Versicherer.

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