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07.10.2015

15:02 Uhr

Handelsblatt testet – Pflegeversicherungen

Die Angst vor dem Altern

VonKerstin Leitel

Im Auftrag des Handelsblatts hat das Analysehaus Franke und Bornberg die Angebote der Versicherer im Bereich Pflege unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Preise und Leistungen der einzelnen Tarife variieren deutlich.

Nur die wenigsten Deutschen haben bisher vorgesorgt. Imago

Pflegeversicherungen im Handelsblatt-Test

Nur die wenigsten Deutschen haben bisher vorgesorgt.

MünchenDer Gedanke, im Alter pflegebedürftig zu werden, jagt vielen Deutschen Angst ein – noch mehr als der Gedanke an Krieg oder Arbeitslosigkeit. Das zeigte erst kürzlich eine Umfrage des Versicherers R+V. Nicht ohne Grund: Das Risiko zum Pflegefall zu werden steigt.

Derzeit sind laut Statistischem Bundesamt rund 2,6 Millionen Deutsche auf Pflege angewiesen, 2030 werden es 3,4 Millionen und weitere 20 Jahre später 4,5 Millionen Bürger sein. Drei von vier Frauen müssen also damit rechnen, einmal pflegebedürftig zu werden, bei den Männern jeder zweite.

Doch die wenigsten haben bisher privat vorgesorgt. Rund 2,7 Millionen der gut 79 Millionen Deutschen hatten zuletzt eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, wie der Verband der privaten Krankenversicherungen errechnet hat, das sind gerade einmal 3,4 Prozent.

Dabei decken die Leistungen aus der gesetzlichen oder privaten Pflegepflichtversicherung selbst in der höchsten Pflegestufe III nur etwa die Hälfte der Kosten für einen Platz im Pflegeheim, den Rest müssen die Betroffenen oder ihre Angehörigen aufbringen.

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„Um diese Lücke zu schließen, sollten Sie, sobald es Ihnen möglich ist, eine private Pflegezusatzversicherung abschließen“, empfehlen so auch die Experten vom Bund der Versicherten. „Sie kann eine sinnvolle Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung werden. So verhindern Sie, dass Ihre Angehörigen zu Zahlungen verpflichtet werden oder Sie auf Zuschüsse des Sozialamtes angewiesen sind“.

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