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05.08.2015

10:51 Uhr

Hannover Rück

Rückversicherer übertrifft Quartal-Erwartungen

Hannover Rück hat erneut zugelegt: Der weltweit drittgrößte Rückversicherer steigerte seinen Überschuss um ein Fünftel – und überraschte damit die Analysten. Grund ist vor allem der starke Anstieg der Bruttoprämien.

Der Überschuss des Rückversicherers stieg 2014 im Jahresvergleich um zehn Prozent auf rund 986 Millionen Euro und lag damit weit über den angepeilten 850 Millionen Euro. dpa

Hannover Rück

Der Überschuss des Rückversicherers stieg 2014 im Jahresvergleich um zehn Prozent auf rund 986 Millionen Euro und lag damit weit über den angepeilten 850 Millionen Euro.

FrankfurtDer weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat im ersten Quartal unerwartet stark zugelegt. Der Überschuss kletterte um ein Fünftel auf 279,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mitteilte. Analysten waren dagegen von einem weitgehend stagnierenden Gewinn ausgegangen.

Grund für die Zuwächse sei vor allem ein – auch durch Währungseffekte – unverhofft starker Anstieg der Bruttoprämien um 21 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Die Rendite der eigenen Kapitalanlagen lag mit 3,5 Prozent ebenfalls deutlich über dem Zielwert von 3,0 Prozent.

Bilanz 2013: Naturkatastrophen richten Millionenschäden an

Weniger Schäden...

Die durch Naturkatastrophen, Unglücke und Unfälle verursachten Kosten sind 2013 nach Angaben des Rückversicherers Swiss Re wieder gesunken. Der wirtschaftliche Gesamtschaden lag nach einer vorläufigen Studie bei 130 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Drittel weniger als 2012, dem drittteuersten Schadensjahr in der Geschichte. Versichert waren allerdings nur 44 Milliarden Dollar.

... aber mehr Tote

Die Zahl der Todesopfer durch Katastrophen stieg 2013 allerdings deutlich: Die Katastrophen forderten insgesamt etwa 25.000 Menschenleben, im Vorjahr waren es rund 14.000. Vor allem der Taifun Haiyan auf den Philippinen kostete viele Menschenleben.

Überflutungen in Europa...

Mehrere Überflutungen verursachten hohe Schäden. Die Überschwemmungen in weiten Teilen Zentral- und Osteuropas im Juni etwa schlugen mit 18 Milliarden Dollar zu Buche, wovon die Versicherungsbranche 4 Milliarden Dollar trug. Nach Einschätzung der Swiss Re handelt es sich um die teuerste Katastrophe des Jahres 2013.

... und im Rest der Welt

Auch in der kanadischen Provinz Alberta traten Wasser über die Ufer und verursachten 2 Milliarden Dollar Versicherungsschäden – Platz 3 in der Swiss-Re-Statistik. Auch in Australien, Indien, China, Indonesien, im südlichen Afrika und in Argentinien kam es 2013 zu schweren Regenfällen und Überflutungen.

Hagel und Stürme in Europa

Diverse Stürme richteten in Europa schwere Schäden an. So fegte der Hagelsturm Andreas im Juli über Deutschland und Frankreich hinweg, die versicherten Schäden beziffert die Swiss Re auf 3,8 Milliarden Dollar – die zweitteuerste Katastrophe des Jahres. Sturmtief Christian richtete in Zentral- und Nordeuropa Versicherungsschäden von mehr als 2,7 Milliarden Dollar an (1,4 Milliarden Dollar Versicherungsschaden). Auch der Anfang Dezember tobende Orkan Xaver war teuer: mehr als 1,4 Milliarde Dollar versicherte Schäden.

Milde Hurrikan-Saison

Die Hurrikan-Saison in den USA fiel 2013 vergleichsweise mild aus, dafür kann es im Frühling und Herbst zu schweren Gewittern und Tornados. Die Schäden summieren sich auf mehrere Milliarden Dollar.

Hannover Rück hält die Gewinnprognosen für das laufende Jahr für erreichbar. Das Unternehmen geht von einem Gewinn von 875 (2014: 986) Millionen Euro aus. Die Dividende könnte sogar höher ausfallen als die bisher avisierte Ausschüttungsquote von 35 bis 40 Prozent des Nettogewinns, deutete das Unternehmen an. Analysten gingen bisher im Schnitt von einem Dividenden-Rückgang auf 3,74 von 4,25 Euro je Aktie aus.

Von

rtr

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