Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.03.2011

07:53 Uhr

Japan

Schadenschätzungen für Versicherer gehen hoch

VonThomas Schmitt

Die Versicherer in aller Welt blicken sorgenvoll nach Japan. Die Schätzungen für die Höhe der Schäden ging von einem Tag auf den anderen deutlich hoch.

Schäden, die kaum zu beziffern sind - und die Versicherer müssen sie doch in Zahlen ausdrücken. Quelle: Reuters

Schäden, die kaum zu beziffern sind - und die Versicherer müssen sie doch in Zahlen ausdrücken.

FrankfurtDie Katastrophe in Japan könnte die Versicherer 50 bis 60 Milliarden Dollar kosten. Das erwarten Analysten. Am Sonntag hatten die Erdbebenspezialisten von AIR Worldwide die Verluste für die Versicherungswirtschaft zunächst auf bis zu 35 Milliarden Dollar geschätzt.

Sollten sich diese höheren Prognosen bestätigen, würden das Beben und der Tsunami das zweitteuerste Ereignis für die Versicherungswirtschaft nach dem Hurrikan Katrina, der 2005 New Orleans verwüstete. Inflationsbereinigt verursachte Katrina Verluste von 71 Milliarden Dollar. Aufgrund der steigenden Schadenschätzungen fielen die Versicherungsaktien weiter stark.

Ein Bericht der Credit Suisse bezifferte die möglichen Kosten für die Versicherer auf 10 bis 50 Milliarden Dollar. Barrie Cornes, ein Analyst von Panmure Gordon in London, warnte, dass durch den Tsunami die Belastung auf mehr als 60 Milliarden Dollar steigen könnte. „Der Verlust wird so gewaltig sein, dass er wahrscheinlich der Auslöser für eine Preiswende in der Schadenversicherung sein wird”, sagte Cornes. Ähnliches sei in der Branche nach dem Terroranschlag 2001 in New passiert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×