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09.03.2011

07:48 Uhr

Kfz-Versicherung

Allianz baut Geschäft mit Autoherstellern aus

VonThomas Schmitt

ExklusivDie Allianz kommt im Geschäft mit Autoherstellern besser voran als erwartet. Karsten Crede, Chef des entsprechenden Geschäftsbereichs, sieht sich auf einem guten Weg, um seine Ziele zu erreichen.

Karsten Crede leitet den Geschäftsbereich Global Automotive bei der Allianz. Quelle: Pressefoto

Karsten Crede leitet den Geschäftsbereich Global Automotive bei der Allianz.

FrankfurtIm vergangenen Jahr seien die Einnahmen der Allianz über Autohersteller bereits ohne den BMW-Deal um 200 Millionen Euro von 1,5 Mrd. auf 1,7 Mrd. Prämie gewachsen, sagte Karsten Crede, Chef des Geschäftsbereiches Global Automotive, dem Handelsblatt. "Unser Ziel bleibt es, im Geschäft mit Autoherstellern bis zum Jahr 2013 Prämien von zwei Milliarden Euro zu generieren", bestätigte Crede eine Prognose, die er bereits im vergangenen Jahr gemacht hatte. Wichtig sei: "Das ist profitables Geschäft, es liegt im Rahmen unseres Ziels, eine Schaden- und Kostenquote von 98 Prozent zu erreichen." Das bedeutet, dass der Allianz von den Prämieneinnahmen zwei Prozent bleiben, wenn man Schäden und eigene Kosten abzieht.

Über die neue Exklusiv-Kooperation mit BMW würden nun bei der Allianz in den nächsten drei Jahren allein aufgrund der nun getroffenen internationalen Vereinbarungen mindestens 250 Millionen Euro an Prämien auflaufen, sagte Crede weiter. Das bedeutet: Der neue Allianz-Vorstand Crede hat bereits Anfang 2011 die Hälfte seines Weges geschafft. Wichtig für die Allianz war bei BMW, den Konkurrenten Ergo auch in Deutschland auszustechen.

Die Munich-Re-Tochter reagierte darauf auf Anfrage gelassen. Die Kooperation von Ergo und BMW laufe seit 2004 für beide Seiten sehr erfolgreich, erklärte eine Sprecherin. Die BMW-Niederlassungen arbeiteten ausschließlich mit Ergo zusammen, freie Händler seien in ihrer Vertragswahl nicht an Konzernvorgaben gebunden, so dass sie ihren Kunden Dienstleistungen anderer Versicherungsunternehmen anbieten könnten.

VW bleibt der größte Partner der Allianz im Autogeschäft. Mit dem Hersteller generiert die Allianz gut 700 Millionen Euro Prämie im Jahr, die Masse davon in Deutschland. GM (Opel) und Daimler sind weitere wichtige Partner im globalen Geschäft. Für die Allianz ist dieses Geschäft wichtig, weil sich der Versicherer durch Exklusivvereinbarungen mit Herstellern ein Stück weit der harten und verlustreichen Rabattschlacht im Deutschland-Geschäft entzieht.

Crede hat sich im ersten Jahr seiner neuen Tätigkeit auf die bestehenden Verbindungen der Allianz konzentriert, er will jedoch noch weitere Autohersteller stärker an die Allianz binden. So ist die strategische Partnerschaft mit Ford noch nicht sehr weit gediehen. Mit Toyota macht die Allianz derzeit kein nennenswertes Geschäft. Crede ist sicher: Die Zusammenarbeit mit anderen Herstellern werde noch mal einen Schub bekommen im Laufe des Jahres.

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