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24.11.2015

12:12 Uhr

Kommentar zum Drei-Jahres-Plan

Neuer Allianz-Chef muss sich im Gegenwind beweisen

VonKerstin Leitel

Der neue Allianz-Chef legt seinen Drei-Jahres-Plan vor, mit dem er den alten Tanker Allianz auf Tempo bringen will. Das Zauberwort heißt Digitalisierung. Kann das helfen, die neuen Renditeziele zu erreichen?

Ein geliebtes Sponsoring-Objekt des Versicherungskonzerns: Stadien. dpa

Allianz-Arena in München

Ein geliebtes Sponsoring-Objekt des Versicherungskonzerns: Stadien.

Die Allianz ist ein wahrer Tanker: Mit einem Umsatz 122 Milliarden Euro und einem Jahresgewinn von 6,2 Milliarden erreichte der Münchener Konzern im vergangenen Jahr Rekordmarken und ließ viele Konkurrenten weit hinter sich. Der langjährige Firmenchef Michael Diekmann konnte sich in diesem Frühjahr unter großen Lobeshymnen seiner Investoren verabschieden und übergab seinen Posten an Oliver Bäte. Der steht nun aber vor großen Herausforderungen.

Denn den Versicherern weht ein Gegenwind entgegen, der immer stärker wird. Seit Jahren schon sind die Zinsen an den Kapitalmärkten niedrig und je länger sie so niedrig bleiben, desto schwieriger wird es für Versicherer – wie auch andere institutionelle Investoren – gute Renditen für ihre Kunden zu erzielen. Das trifft besonders die Lebensversicherung, einst ein Verkaufsschlager der Versicherungsbranche.

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Vorstandschef Oliver Bäte nimmt Zukäufe ins Visier und stellt den Versicherer digitaler auf. Das Unternehmen will gemeinsam mit dem Internetgiganten Baidu in den chinesischen Online-Versicherungsmarkt einsteigen.

Zudem sorgt bei der Allianz die US-Tochter Pimco seit Monaten immer wieder für schlechte Nachrichten. Und schließlich ist die gesamte Versicherungsbranche im Umbruch, weil sich die Anforderungen ihrer Kunden verändern: Neue, kleine Unternehmen aus dem Silicon Valley, Berlin oder München zeigen den etablierten Versicherern, dass die neue Generation Kunden keine Lust mehr hat, einen Versicherungsvertreter auf dem Sofa sitzen zu haben, der ihnen etwas verkaufen will.

Vielmehr wollen sich die Kunden selbst schnell, einfach und umfassend informieren und dann – vielleicht – auch eine Versicherung abschließen, aber am liebsten möglichst günstig, im Internet, per Telefon oder vielleicht auch beim Versicherungsvertreter. Diese Flexibilität überfordert viele Versicherer. Sie aufzubauen, kostet. Nicht nur für eine neue Infrastruktur, auch die Mitarbeiter müssen umdenken. 

Kommentare (1)

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Herr walter rehm

24.11.2015, 15:36 Uhr

Egal wer der Chef ist der echte Chef ist eine Maschine denn DIE haben das alles schon übernommen
ist euch noch nie aufgefallen,obwohl ich das seitJahrentäglich schreibe
dass immer alle zwei Wochen Montags Tiefstkurse im DAX VOR Xetrastart gemacht manipuliert werden
da werden Milliarden in Nanosekunden verdient dank der Hochfrequenzrechner
wer braucht da noch Menschen,lieber alles digital vollautomatisch und emotionslos

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