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13.03.2011

18:48 Uhr

Kostenschätzung

Katastrophe in Japan kommt Versicherer teuer zu stehen

Das Erdbeben und der Tsunami in Japan kommen die Rückversicherer teuer zu stehen. Experten rechnen mit Kosten bis zu 35 Milliarden Dollar. Stimmen die Schätzungen, steht der Markt vor einer Trendwende.

Umgekippte Laster und Autos, Rauchschwaden: In weiten Teilen Japans herrscht nach Erdbeben und Tsunami Chaos. Quelle: dpa

Umgekippte Laster und Autos, Rauchschwaden: In weiten Teilen Japans herrscht nach Erdbeben und Tsunami Chaos.

Düsseldorf, BerlinDas Erdbeben in Japan bringt hohe Lasten für Versicherer. Das schätzen die Risikoexperten von AIR Worldwide. Die Schäden aus dem verheerenden Beben in Japan könnten sich auf bis zu 35 Milliarden Dollar summieren. Die Spanne für die vorläufige Prognose der versicherten Schäden in Japan liege zwischen 14,5 und 34,6 Milliarden Dollar, teilte die Beratungsgesellschaft am Sonntag mit.

Sollten sich die Schäden am Ende am oberen Ende der Schätzung einpendeln, könnte das am Markt für Rückversicherungen für eine Trendwende sorgen. Nach Jahren sinkender Preise dürften die Prämien dann wieder steigen.

Darauf warten viele Rückversicherer schon länger. Wegen der niedrigen Preise horten manche ihr Kapital und zeichnen neue Katastrophenrisiken nur zurückhaltend. Im vergangenen Jahr kam eine Umfrage von Reuters daher zu dem Ergebnis, dass eine Naturkatastrophe einen Schaden von 40 Milliarden Dollar nach sich ziehen müsse, um die Versicherungsprämien auf dem Gesamtmarkt nach oben zu treiben.

Auf steigende Preise für Naturkatastrophenrisiken hofft insbesondere Marktführer Munich Re wieder, wie eine erste Reaktion ihres Vorstandschefs Nikolaus von Bomhard zeigte. Aus Sicht der Rückversicherer habe es in Japan bereits vor dem Beben Anzeichen für höhere Preise gegeben, sagte der Vorstandschef des Branchenprimus in London. Es gehe nicht nur um die nackten Zahlen, sondern auch um die Wahrnehmung und die Häufung von Naturkatastrophen in letzter Zeit.

Kommentare (1)

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poldemo

13.03.2011, 19:03 Uhr

Es mutet recht zynisch an, wie der Artikel die Katastrophe als willkommenen Anlasd zur Erhöhung der Prämien darstellt.
Sind das wirklich due Kommentare der Vorstandschefs?

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