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03.03.2012

11:12 Uhr

Krankenkassen

Ausgaben für Kliniken erreichen Rekordhoch

Die gesetzlichen Versicherungen haben in ihren Verwaltungen mehr als 100 Millionen Euro eingespart. Für Behandlungen ihrer Mitglieder in Klinikern mussten sie aber eine Rekordsumme aufwenden.

Eine OP-Schwester greift nach dem OP-Besteck. dpa

Eine OP-Schwester greift nach dem OP-Besteck.

BerlinDie Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen sind im vergangenen Jahr um 115 Millionen Euro gesunken. Bei den Krankenhäusern stiegen die Ausgaben auf ein Rekordniveau von insgesamt mehr als 60 Milliarden Euro. Entsprechende Informationen aus Kassenkreisen wurden der Nachrichtenagentur dpa am Samstag vom Spitzenverband der Kassen bestätigt.

Im Jahr 2010 betrugen die Verwaltungskosten der Kassen 9,48 Milliarden Euro netto, rund 530 Millionen Euro mehr als 2009. Für die Behandlungen in den Kliniken gaben die Kassen 2010 noch 58,8 Milliarden Euro aus, 2,5 Milliarden mehr als im Jahr zuvor.

Mit dem schwarz-gelben GKV-Finanzierungsgesetz, das Anfang 2011 in Kraft trat, wurden die Kassen verpflichtet, ihre Verwaltungsausgaben bis Ende 2012 auf dem Stand von 2010 zu halten. Der Sprecher des Krankenkassen-Verbands, Florian Lanz, sagte der dpa: „Wir haben die gesetzliche Vorgabe einer Nullrunde sogar noch unterboten.“ Die Kassen erwarteten nicht nur von anderen Sparanstrengungen, sondern sparten auch selbst aktiv.

Zuletzt hatte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), den Kassen damit gedroht, ihre Verwaltungskosten per Gesetz dauerhaft einzufrieren. Die Ersatzkassen erzielten im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 1,8 Milliarden Euro, die AOK rechnet mit einem Überschuss zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden. Der Überschuss der Betriebskrankenkassen stieg auf mehr als 554 Millionen Euro.

Von

dpa

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