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09.06.2016

19:05 Uhr

Krankenkassen

Beitragserhöhungen sorgen wieder für schwarze Zahlen

Viele Krankenkassen haben zum Jahreswechsel die Beiträge erhöht. Das wirkt sich auf die Situation der Kassen aus: Im ersten Quartal erwirtschafteten die Versicherer mehrere Hundert Millionen Euro Überschuss.

Beitragserhöhungen haben den Krankenkassen wieder schwarze Zahlen beschert. dpa

Krankenkassen

Beitragserhöhungen haben den Krankenkassen wieder schwarze Zahlen beschert.

BerlinNach den Beitragssatzerhöhungen zum Jahreswechsel hat sich die Lage der meisten gesetzlichen Krankenkassen laut einem Medienbericht wieder stabilisiert. Die 118 Krankenkassen hätten zum Ende des ersten Quartals 2016 zusammen einen Überschuss von knapp 400 Millionen Euro ausgewiesen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Angaben der Kassen.

Im ersten Quartal des Vorjahres war ein Defizit von 169 Millionen Euro verbucht worden. Im Gesamtjahr 2015 hatten die Kassen demnach sogar 1,1 Milliarden Euro aus den Rücklagen entnehmen müssen, weil die Überweisungen des Gesundheitsfonds nicht ausreichten. Inzwischen seien nur noch einzelne kleinere Kassen im Minus. So hätten die BKK Mobil Oil und die BKK Braun Gillette nochmals ihre Zusatzbeiträge erhöhen müssen.

Die Ersatzkassen, bei denen die meisten Leute versichert sind, erzielten laut FAZ im ersten Quartal einen Überschuss von 206 Millionen Euro, die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) von 72 Millionen Euro, die Betriebskrankenkassen von 38 Millionen Euro und die Innungskassen von 33 Millionen Euro; die Knappschaft beziffert ihren Überschuss auf 55 Millionen Euro.

Die größten Versicherer Europas (Beitragseinnahmen 2014)

Platz 10

Mapfre (Spanien)
Beitragseinnahmen 2014: 22,4 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 2,6 Prozent
Quelle für alle Angaben: Übersicht von Mapfre.

Platz 9

Aviva (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2014: 27 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: plus 4,1 Prozent

Platz 8

Talanx (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2014: 29 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 3,0 Prozent

Platz 7

Crédit Agricole Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2014: 29,4 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: plus 14,3 Prozent

Platz 6

CNP Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2014: 30,5 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: plus 11,4 Prozent

Platz 5

Zurich (Schweiz)
Beitragseinnahmen 2014: 39,5 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 1,1 Prozent

Platz 4

Prudential (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2014: 40,9 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 14 Prozent

Platz 3

Generali (Italien)
Beitragseinnahmen 2014: 70,4 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 6,9 Prozent

Platz 2

Allianz (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2014: 73,9 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 2,5 Prozent

Platz 1

Axa (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2014: 86,3 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 0,9 Prozent

Der Kassenbeitrag setzt sich zusammen aus dem paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanzierten Beitrag von 14,6 Prozent, der gesetzlich festgeschrieben ist, sowie Zusatzbeiträgen der Kassen, die von den Versicherten allein aufzubringen sind. Diese betragen seit den Erhöhungen vom Jahreswechsel durchschnittlich 1,1 Prozent, der Gesamtbeitrag also 15,7 Prozent.

Von

afp

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